Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
92
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92 CIB. Nr. 244 — 245.

Gruppe von Dämonen. Links unten wird die allegorische Gestalt derchristlichen Beligion von einem Engel gekrönt, und ihren Thronbilden gefesselte und erschlagene Türken. Unten auf einer langenTafel steht die Beschreibung der Schlacht und: Jo. Bapta de Ca-valleris aeneis bis lypis represcnlavit MDI.XXII. II. 18 Z. Br. 21 Z,

244. Unbekannter Verleger? Dieses Zeichen findet man aufetlichen Kupferstichen nach llafacl und Parmigiano, esscheint aber einem Kunsthändler anzugehören, da auchdas Monogramm oder die Initialen Sei Stechers vor-kommen. Dicss ist der Fall mit einem Blatte, welcheseine alte Hexe vorstellt, welche auf einem mit Schlangen

besetzten Altare opfert. Ihr zur Seite ist eine junge Hexe mit derLaterne , und nach links hin flieht ein Mann mit Hörnern. Oben be-merkt man einen Theil des Thierkrcises und mehrere Sterne. Linksunten in der Ecke stehen die Buchstaben 7.. U.M. 1007, welche aufZoan Battista Moro (G. B. d'Angeli) gedeutet werden. Der MeisterZ.B.M. ist jener, welcher das Blatt radirt hat, und nur im späteren,wohl retouciiirton Abdrucke ist das Täfclchen mit dem Monogrammeund der Jahrzahl iflW eingestochen. II. 14 Z. Br. 8 Z. 9 L.

Brulliot 1. No. 816 nennt auch ein Blatt mit der Charitas, an-geblich nach llafacl, welches ebenfalls mit dem gegehenen Täfelchenbezeichnet ist, aber ausserdem noch ein aus DICB gebildetes Mono-gramm trägt, wahrscheinlich jenes des Kupferstechers. Der genannteSchriftsteller gibt No. 838 auch das zweite Zeichen, aber in einemgeradestehenden Täfelchen mit der Jahrzahl 1043, sowie etwas kleinerin einer vollständiger nmrissonen Tablette ohne Jahrzahl. Blätter mitdiesen Zeichen kennen wir nicht.

Es fragt sich indessen immerhin noch, ob CIB oder DIB zulesen ist, und somit wäre eine Erklärung des Monogramms gewagt.Heller sagt in seinem Monogrammen - Lcxicon S. 79, dass sich dasZeichen mit der Jahrzahl IW.i auf Kupferstichen nach Rafael undPrimaticcio finde) und somit könnte man an die Schule von Fontaine-blcau denken. Vielleicht ist unser Monogrammist ein Nachkömmlingdes Domenico Barbiere, welcher zu den Stechern der genanntenSchule gehört.

245. Johann Christoph Bari stach um 1625 nach der Zeichnungv eines Monogrammisten S C (Simon Cato) eine Ansicht vou

jr. i>> Vi Carlsbad in Vogelperspektive, und fügte das erste Zeichen(TßCTß ^ hei. Auf der Bandrolle oben steht: Das Kaiser Carols-

^/ t^ \ ff a dt. Eine erklärende Schrift ist unten aufgedruckt:Simon Cato in Carlsbnd \ Inventar ist, stach mich ins Blal \ HannsChristoff Bari zw Itengspurg. | Der Wagenmann druckts zu Nürnberg. |Doctor Slrobelberg Verleger war, I In diesem fünff vnd xwanlzigslen Jar.II. (i Z. 1 L. Br. 7 Z. 2 L.

Das zweite Monogramm, welches dem ersten fast ganz ähnelt, aberdurch die Feder einen Zeichner andeutet, fand Brulliot I. No. 837 aufsehr mittelmässigen Holzschnitten, welche in Gebetbüchern vorkommen.Einer derselben stellt die Anbetung der Könige, ein anderer die Ver-klärung auf dem Tabor vor. Vielleicht war Bari auch Zeichner. DerSchnitt rührt aber von einem Monogr.inimistcn CL her, welcher demZeichen die Jahrzahl 1621) beifügte. Die Zeitangabe ist wenigstensdem J. Ch. Bari nicht entgegen.