Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
85
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CI. Nr. 229 —231. 85

229. Unbekannter Meister. Unter diesem Monogramme führen

%wir einen englischen Zeichner ein, welcher im Fache derJ^ ' PF\ Kunst - Industrie beschäftiget ist. Im Art - Journal 1851A-'' ^ findet man verschiedene Holzschnitte von Industrie-Gegen-ständen mit obigen Zeichen, wir konnten aber den Namen nichtherausfinden.

230. Johann Conrad Degen, Zeichner und Maler, machte sich inder ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch Bildnisse be-

<B o__^?' kannt, war aber auch in der historischen Composition er-fahren. Man findet sein Zeichen auf Darstellungen aus demLeben und den Gebräuchen der l'rappistcn in folgendem Buche:Satzungen wie sie beobachtet werden in den Ablegen zu Trappe, BurnSollozzo und Düssenthall. — Hegen fpurg 11 Uli, 8. Auch das Brustbilddes Abtes A. J. le Bouthiller de Bance von la Trappe ist beigefügt,wahrscheinlich Copio eines französischen Blattes. Es ist mit dem Mono-gramme verschen, und der Stecher nennt sich Ca. Jo. Puecholzcr(Vilsho vij). Man findet aber auch auf einigen andern Blättern dasKünstlerzeiehen, thcils mit durch dasselbe reichendem Degen.

231. Christoph Jegher, Formschneider, angeblich ein Deutscher,

Cy _j _ dessen Geburtszeit zwischen 1578 und 1590 fällt.

. 1 C/ I,c.i. Um 1620 kam er nach Antwerpen, wo Rubensci-=*^oocrB^ das Augenmerk auf ihn richtete. Dieser Meisterfertigte Zeichnungen auf Holzplatten, welche dann Jegher meisterhaftnachschnitt. Die alten und schönsten Abdrücke haben die Adressedes P. T. Rubens, da Letzterer die Blatten besass, später erwarb sieaber Jegher, und setzte auf mehreren statt der alten Adresse diescinige : Christo/fei Jegher fculp. et exeud. Die wenigsten Holzschnittenach Rubens tragen die Initialen des Meisters, indem die Grösse der-selben Raum für den ganzen Namen gestattete. F. Basan beschreibtsie im dritten Theilc seines Dictionnairc des Fstampes. Paris 1767.

Jegher hinter! iess aber ausserdem noch viele andere kleinere Holz-schnitte, welche theils mit den Initialen CI., thcils mit 1. C. 1. be-zeichnet sind. Im Artikel des Anton Sallaert, Künstler-Lexicon XIV.8. 213, sind Blätter dieser Art aufgezählt, und im ersten Bande diesesgegenwärtigen Werkes No. 1239 haben wir darauf hingewiesen. Manfindet deren in dem äusserst seltenen Catechismus: Necessaria ad Sa-lutem scientia, partim nccc.i.iitate medii, partim necessitate praeeepti. —Autorc l{. P. Judoco Andries. Antverpiae lypis Cornelii Woons iß54, 12.

Andere Holzschnitte findet man in dem oft aufgelegten Gebotbuche:Perpetua Crux, sive passio Jesu Christi a puncto incarnalionis ad extre-mum vilae. — AutoreJ. Andries. Antwcrpiae, Cornelius Woons *<?4,9ff. 12.Die 40 Zeichnungen lieferte Anton Sallaert, von welchen auch ' einTheil zum Catechismus verwendet wurde. Dieselben Holzschnitte sindauch in einem zweiten Gebetbuche des Jodocus Andries : Altera per-

petua Crux Jesu Christi. ------- Anverpiae, C. Woons l(i\9, 12. Theils

mit Holzschnitten von Ch. Jegher, theils mit Kupferstichen geziert istauch folgendes Werk: Corona sacratissimorum Jesu Christi vulnerum

XXXV considerationibus ex sacra scriptum ------- illustrata per 0. G. de

Waela Vronesteyn. Editio altera. -Antverpiae 1040, 8. Der Schmerzens-mann und das Lamm Christi sind nach Sallacrts Zeichnungen, undmit den Initialen versehen. Auch die Leidensengel sind von Jeghergeschnitten. Ferner schnitt Jegher die Blätter zu Joh. Eusebii Merem-bergii — llistoria naturae, maxime peregrinae, libris XVI dislincta. —