CI. Nr. 223-226. 83
Diese Blätter geben Ansichten von Schlössern und andern mittelalter-lichen Gebäuden. Sie bilden eine Sammlung in fei u. qu. fei. Dannradirte Cogels auch einige Blätter, welche aber meistens mit 1. C. be-zeichnet sind, so dass wir unter diesen Initialen darauf zurückkommen.Brulliot I. No. 1319 behauptet aber, dass das zweite Monogramm auchauf einer Radirung nach J. Both vorkomme. Wir kennen nur einBlatt mit einem undeutlichen Zeichen, welches Aehnlichkcit mit dem-selben zu haben scheint. Dieses Blatt gibt die Ansicht des Isarthoreszu München im frühem Zustande, qu. 4.
Eine Biographie; dieses Künstlers findet man im Dictionnaire deshommes de lettres &c. de la Belgique. Bruxelles 1837. Er kommt daunter dem Namen Cogcls-Mabilde vor. Da ist auch auf seine An-sichten mittelalterlicher Gebäude hingewiesen, welche folgenden Titelzu haben scheinen: Verzameling van Monumenten uit de middeleeuwen.
223. Johann Careel, Maler, machte sich um 1776 — 1780 zu/s-7 Nürnberg durch Blumenstücke bekannt. Auch Aquarcllzeich-fff nungen finden sich von ihm, welche, sowie die Gemälde, mit
OV dem Monogramme versehen sind. Careel scheint Schüler derDietsch gewesen zu seyn.
224. Jakob Kierings, auch Cierinx und Carings genannt,j. Landschaftsmaler, geb. zu Utrecht 1590, gest. zu Amsterdam 1646.(y Immcrzeol II. p. 110 sagt, dass ihn Dcscamps irrig Alexander
"^ nenne, wir haben aber unter den Initialen A K \. No. 776 einenKünstler dieses Namens nachgewiesen. Walpole und nach ihm Bryansind dagegen im Irrthum, wenn sie einen Johann Kierings in die Kunst-geschichte einführen, denn es finden sich nur Gemälde mit dem NamenJakob Kierings oder Cierinx. — Dieser Meister malte Landschaftinmit Figuren und Thiercn, welche sehr fleissig bebandelt sind. UnterKönig Carl I. befand er sich in England. Er malte für diesen Fürstendie Ansichten der königl. Schlösser in Schottland. Walpole, Anecdotesof Painters &c. II. p. 105, legt obiges Zeichen dem Johann Kieringsbei, welchen wir aber aus Gründen Jakob nennen.
225. J de Gachopin dürfte der Besitzer jeuer Zeichnungen undKupferstiche gewesen seyn, auf welchen das gegebene Mono-
,. ^ gramm mit der Feder eingeschrieben oder eingestempclt ist.(^sC_^ Er war als Kunstsammler bekannt, und A. van Dyckmalte 1634 sein Bildniss. G. Demarteau hat es 1773 ge-stochen, fol. Sollten die Kunstblätter mit dem obigen Zeichen nichtaus Cachopin's Sammlung stammen , so haben wir für dasselbe keineDeutung. Jedenfalls lebte der Sammler in der früheren Zeit dos
17. Jahrhunderts in Holland, und als solcher war Cachopin bekannt.
226. Jean Gotelle Sen., Maler und Radircr, geb. zu Meaux um1610, gest. zu Paris 1676 als Peintre ordinairc du Roy. Er
JP malte historische Darstellungen und Ornamente, man darf ihnaber nicht mit seinem gleichnamigen Sohne verwechseln. Ueberletzteren handelt Robcrt-Dumesnil, P. gr. fr. V. p. 317, unser Künstleraber findet 1. c. p. 128 seine Stelle. J. Cotelle sen. radirte 7 Blätter,welche als Vignetten zur Verzierung eines uns unbekannten Gebet-buches dienen. Nur ein einziges Blatt ist mit obigem Monogrammeversehen, welches Huber und Rost dem Jean Couvay zuschreiben.Die Radirungen sind folgenden Inhalts. H. 95—97 m. Br. 55 m.
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