Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
66
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66 CHS. Nr. 193.

die Weltkugel stützt. Ihm zur Seite blasen Engel die Posaunen, undTod und Teufel kämpfen zu den Füssen des Weltrichters. In denSeitcnleistcn stehen zwei römische Feldherren, und unten rechts undlinks vor den Postamenten sitzen zwei Könige, sich auf Wappenstützend. Zwischen ihnen sitzt ein Herrscher rücklings auf der Welt-kugel. Rechts und links unten bemerkt man das dritte Zeichen.

Sandrart nennt die Illustrationen zum Josephus namentlich. DerZeichner setzte die Buchstabon T. S. auf die Blatter, und darunter istwohl sicher Tobias Stimmer zu verstehen. Dieselbe Titeleinfassungwurde auch zu Egcsippus : Fünft Bücher vom Jüdischen Krieg. Strass-bürg 1075, benutzt.

3) Die Bildnisse der Päpste in Accuratae Effigies Pontißcum max.— iiiq. sing. Pontif. elogia etc. ab Onuphrio Panvino. Eigenwissenlicheund wolgedenkwürdige Contrafeylungen oder Antlitzystaltunge der Römi-schen Papst, an der Zahl 211. — künstlich abgebildet. — — Teutsch be-schrieben von J. Fischaert. Sirassburg, B. .lobin 1573. fol.

Die schönen Holzschnitte dieses Buches sind nach und von TobiasStimmer, Ch. Stimmer, Th. Gwerin und B. Jobin. Das Zeichen unsersKünstlers kommt aber auf den Blättern nicht vor.

4) Grüntliche Beschreibung, der freyen Ritterlichen und AdelichenKunst des Fechtens, in allerley gebreuchlichen Wehren, mit schönen undnützlichen Figuren geziert u. fürgestellt, durch Joachim Meyer, Freyfechterzu Sirassburg. Gedruckt zu Strassburg 1670, qu. 4.

Von den 73, theils sich wiederholenden Holzschnitten dieses Fecht-buches sind nur wenige bezeichnet. Der Holzschnitt mit unserm zweitenZeichen kommt zweimal vor. Er stellt zwei Fechter vor, wie sie inGegenwart des Meisters die Degen ziehen. Im Hintergrunde sitzendrei Männer an der Tafel, bedient von zwei Aufwärtern. Rechts obenist das Monogramm. H. 4 Z. 6 L. Br. 7 Z. — Auf zwei anderenHolzschnitten stehen die Buchstaben MB mit dem Messorchen, einesist FO bezeichnet, ein drittes mit dem Monogramm WC, und zweiweitere Blätter haben leere Täfelchen.

Dieses Werk erschien in zweiter Auflage 1600 zu Augsburg:Gedruckt bei Michael Manger. In Verlegung Elia Willers, qu. 4. Hieraufkamen die Platten nach Ulm, und da wurden sie fälschlich dem JostAmman zugeschrieben: Künstlich und wolgerissene Fechters-Figuren undStellungen, Geordnet durch Weyland den Kunstreichen und wolerfahrnenJost Amman, Mahlern von Zürych. Ulm, In Verlegung Mattheus Schuttes.

193. Christoph Stimmer? Dieses Zeichen steht auf einem radirtenBlatte , welches das Wappen der Nürnberger Patrizier - FamilieStromer gibt. Auf dem Helme ruht ein (rothes) Kissen, auswelchem drei Lilienstängel hervorgehen. Im Schilde stehen drei andereLilien auf der Spitze eines Triangels im rothen Felde. Links untenist das Zeichen des Künstlers, und im schmalen Rande eine leereBandrolle. H. 4 Z. 11 L. Br. 3 Z. 3 L.

Das gegebene Monogramm gleicht jenem des Christoph Stimmerauf Holzschnitten, es fragt sich aber, ob das Blatt von ihm radirt sei.Es möchte auffallend seyn, anzunehmen, dass der Patrizier Stromersich nach der Schweiz an Ch. Stimmer gewendet habe, um sein Wappenfertigen zu lassen, da doch in Nürnberg tüchtige Meister lebten, wieJ. Amman, M. Zündt, H. Siebmachcr, V. Solis &c., welche alle desRadirens und Stechens vollkommen kundig waren. Wir haben indessenkeinen Namen für den Träger des Monogramms, wenn es dem Ch. Stim-mer nicht angehört. Es existirt auch kein anderweitiges radirtes Blattvon diesem Künstler, so dass jeder Anhaltspunkt fehlt.

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