Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
34
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34 CGR - CH. Nr. 97 — 100.

Blätter bekannt. R. Canta-Gallina, ein verwandtes Talent, ging ausder Schule der Carracci hervor, und ist selbst als Lehrer des JakobCallot und des Stephan dclla Bella bekannt. Canta - Gallina's Blätterbeschreibt Bartsch XX. p. 58, diejenigen aber, auf welchen das ersteZeichen vorkommt, blieben unbeschrieben. Es sind diess sechs acht-eckige Landschaften in qu. 8., welche wir nicht gesehen haben, sodass das Monogramm nicht nach den Originalen gezeichnet ist, son-dern von zweiter Hand uns zukam. Frenzel gibt es im ersten Bandedes Catalog Sternberg No. 5636 ebenfalls, er fügt aber exeud. bei.Nach seiner Angabe kommt auf den Blättern noch ein zweites ausCRO bestehendes Zeichen mit der Sylbe inv. vor, und dieses scheintFrenzel für jenes des Canta-Gallina zu nehmen. Letzterer wäre dem-nach der Zeichner und Radirer, und das erste Monogramm muss sichauf G. Parigi und Canta-Gallina zugleich beziehen, dicss als Verlngs-zeichen beider Künstler. Das zweite Zeichen erklärt Malp6 II. No. 36auf Canta-Gallina, und aus diesem bildete wahrscheinlich Bryan I.p. 222 sein aus C C11 bestehendes Zeichen. Wir kennen kein Blattmit dem zweiten Zeichen, und möchten daher glauben, dass es ausdem ersten entstanden sei.

Frenzel nennt 1. c. auch noch zehn kleine Landschaften mit bib-lischen Gegenständen von 1609, qu. 12. Sie sind von Canta-Gallinaradirt, und blieben dem Verfasser des Peintre-graveur unbekannt.

97. Carl Friedrich Moriz Paul Graf von Brühl, k. preussischer._ ~. geheimer Rath und General-Intendant der k. Museen, geb.

CGr-.-^O zu Pf r ' rt ™ 1772 . 8 est zu Berlin 1837. Dieser kunst-& liebende Graf radirte eine Ansicht von Jaxthausen, der

Burg des Götz von Berlichingen, und zwar nach eigener Zeichnung.Unten stehen die obigen Buchstaben mit der Jahrzahl 1007 oder1017, kl. qu. fol.

98. Unbekannter Maler, dessen Blüthezcit aus dem beigefügtenC C <» 171'i Datum zu ersehen ist. Auf einer im Jahre 1855V. ir. j. 171J. von q g Sieber in Dresden abgehaltenen Auktionkam eine Tuschzeichnung mit Satyrkopf und Arabesken vor, welcheauf solche Weise bezeichnet ist.

99. Carl Gustav von Hille, Kunstliebhaber von Nürnberg, hat(~< f \7 XJ Antheil an den Kupferstichen folgenden Werkes : DerVj. Kl. V , n. Te utsch Palmbaum. Nürnberg, W. Endter 1(147, qu. 8.

Einige Blätter sind mit den Initialen des Namens bezeichnet. Wenig-stens rührt die Zeichnung von Hille her.

100. Cornelis Cornelissen oder Corneliszen von Haarlem behauptet

unter dem Monogramm

CH4-I

w bereits eine ausführ-i-i /-■ V liehe Stelle, und es ist

HBd. I. Nn>: 2361i | v_y ■ v^I _____■ neue oiene, lVJy ~1 daher gesagt, was zur-^ ■*• Orientining zu wissennothwendig ist. Das Monogramm C C kommt aber nur selten aufBildern dieses Meisters vor, und auch nur ausnahmsweise zeich-nete er mit CCH.f., wie an betreffender Stelle bemerkt ist. Häufigeraber begegnet uns auf Gemälden des Cornelissen das gegebeneZeichen. Man findet es auf solchen in der Gallerie des k. Museumszu Berlin, in den Gallerien zu Dresden, zu Schlcissheim, Pommers-