32 CGF — CGG. Nr. 86 — 89.
86. Carl Gustav Fehrmann, Medailleur, geb. zu Stockholm 1746,r r v gest. 1809. Schüler seines Vaters Daniel, wurde er 1780
*" Medailleur des Königs von Schweden, und lieferte eine be-deutende Anzahl von Stempeln zu Münzen und Medaillen, dereneinige zur schwedischen Regentengeschichte gehören. Zuweilen zeich-nete er C. G. F.
87. Camillo Grafflco, Kupferstecher von Furlo in Friaul, standC C F zu ^ om *'" Villamena ' n Verbindung, und stach mit
" diesem die 150 Blätter des Pontificale romannm, welchesPapst Clemens VI11. 1595 veranstaltete. Auch einige andere Kupfer-stiche findet man von ihm, worunter die hl. Familie mit der Adresse:llaplistae Parmcnsis form. Romae i5fl(), zu den Hauptwerken gehört,gr. fol. Brulliot II. No. 414 sagt, duss auf Bildnissen dieses Meistersdie Buchstaben C. G. F. stehen. Die uns bekannten historischen Stichesind aber mit dem Namen bezeichnet. Auch wissen wir nur voneinem einzigen Bildnisse, von jenem des Papstes Sixtus V., Kniestückvon 18 Abtheiliingen unigeben, in welchen die von diesem Papste errich-teten Gebäude und die wichtigsten Ereignisse seines Lebens vorgestelltsind. Dieses Blatt ist bezeichnet: Cam. Grafßco fec. A.Galti for. Rom. lull!).
88. Christian Gottlieb Geyser, Zeichner und KupferstecLeV, geb.zu Görlitz 1742, gest. zu Kutritzsch bei Leipzig 1803. Schülervon Oeser in Leipzig, hinterHess dieser phantasiereiche Künstler
gegen 3000 Blätter, welche in historischen Darstellungen, Genrebildern,Portraiten, Landschaften, Vignetten, Büchertiteln &c. &c. bestehen,theils nach eigenen Zeichnungen, thnils nach A. F. Oeser, J. Meebau,H. Bamberg, D. Chodowiecki, Dietrich, Fiorillo, Pynackcr und Bndernälteren Meistern. Er illustrirte die beliebtesten belletristischen Schriftenseiner Zeit. Seinen Sinn für Auffassung antiker Gegenstände be-urkunden vornehmlich die schönen Vignetten zur Ausgabe des Virgilvon Heyne. Auf einigen Blättern zeichnete er G. f., G. »c. und G. G. f.,auf anderen mit dem Monogramme. Letzteres steht auf einem schönradirten Blatte in Kembrandt's Manier, welches die Büste eines jungenMannes mit Barret in 3 / 4 Ansicht nach links zeigt.
Die Blätter dieses Meisters kommen in verschiedenen Abdrückenund mit Veränderungen vor. Es befinden sich darunter viele Selten-heiten. Die meisten sind radirt, andere gestochen und geschabt, imkleinsten bis zum grösston Formate.
89. Carlo Giovanni Gerli, Zeichner und Radirer von Mailand,
ist durch ein Werk nach den Zeichnungen des Leo-C (j (m SC. nardo da Vinci auf der Ambrosiana zu Mailand be-('. (i. (m. SC. kannt. Es enthält Studien von Charakterköpfen,
Carricaturen, Figuren, Thiere, Blumen, Maschinen &c.Leonardo's Federzeichnungen sind sehr geistreich imitirt. Der grosseMeister deutete oft nur durch wenige Striche an , was ihm zufällig inden Sinn kam. Die Nachbildungen erschienen unter folgendem Titel:Disegni di Leonardo da Vinci, incisi e pubblicati da C. G. (lerli Milanesc.(Mit 61 Kupfertafeln, gestochenem Titclblatte und 16 Seiten Text.)Milano 17(14, gr. fol. Die zweite Ausgabe ist betitelt: Disegni di1.. da Vinci , incisi sugli originali da C. G. Gerli , riprodotli ron noteUluUrativi da Giuseppe Vallardi. (Mit 61 Kupfertafcln u. 20 Seiten Text.)Milano i(l.'U), gr. fol. Ein zweites Werk dieses Künstlers hat denTitel: (Ipuseoli arcliileltonici e, relativi alle machine idrostaliche. ai pavi-menli , all' encausto degli anlichi, all' ultimare la CMesa di Scrcgno etc.Parma 9788, fol. Auch dieses Werk ist mit Kupferstichen geziert.