Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
30
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30 CG. Nr. 76—80.

76. Conrad Grahl oder Grahlcin, Formschneider und Kupfer-r (-. Stecher von Leipzig, war um 1616—1630 daselbst thätig.c u Er ist jener Meister CG, welchem Bartsch P. gr. IX. p. 399einen Holzschnitt zuschreibt, welcher den Teufelstanz in Plauenzwischen Neuendorf und Zoswitz vorstellt. Die sächsischen Chronistensetzen diesen Vorfall in das Jahr 1478, und auch der Zeichner hatdie Scene so aufgci'asst, als wenn er in demselben Jahre sein Phantasie-bild entworfen hätte. Man würde daher den Holzschnitt für älterhalten, wenn er nicht zuerst in S. Münster's Cosmographey. Basel1628, S. 1160 vorkäme. H. 1 Z. 9 L. Br. 2 Z. 4 L.

Grahl schnitt noch etliche andere Blätter in Holz. Auf inKupfer gestochenen Bildnissen zeichnete der Künstler mit einemMonogramme und auch mit den Initialen C. G. f. , wie im folgendenArtikel zu ersehen ist.

77. Conrad Grahl, der oben erwähnte sächsische Meister, ist- Q r auch durch gestochene Bildnisse bekannt, deren mit C. G. und

rc f dem aus diesen Buchstaben bestehenden Monogramme No. 60^' bezeichnet sind, liier fügen wir zwei Blätter bei, und be-merken noch, dass die Kupferstiche mit diesen Initialen nicht mitjenen des Conrad Goltzius verwechselt werden dürfen. Auch dieserMeister zeichnete CG, wie im folgenden Artikel zu ersehen ist.

1) Henricua JJorbonius I). G. Franciue et Navarrae Rex Uux Ven-dornae etc. ir,nn. ISrust in Oval, rechts unten C. 6*. fe., 16.

2) Ludovicus llungariae et Bohemiae Rex in prelio contra Turcoicaesus MliXXXVI. Büste in Oval, rechts unten C. G. f., 16.

78. Conrad Goltzius fand oben unter dem Monogramme CG No. 64cc eine ausführliche Stelle, und wir haben auch schon auf die Blätterc 9 hingewiesen, welche mit den Initialen des Namens versehen sind.

Sie bilden No. 6 u. 7 einer Folge von sieben Vorstellungen aus derGeschichte der Susanna. No. 6 stellt die beiden Alten vor, wie siezum Tode geführt werden. Die ersten Initialen, mit der Jahrzahl1HII7 , deuten den Stecher an. Das Blatt No. 7 mit den zweiten Ini-tialen schildert die Steinigung der beiden Alten. Sie sind an denBaum gebunden, und zwei Männer werfen Steine nach ihnen. Näheresüber diese Folge, und noch andere Blätter dieses Meisters s. unterdem Monogramme.

79. Gonrad Geyer, Kupferstecher, war zu Nürnberg Schüler von.o Q A. Rcindel, und arbeitete auch einige Zeit in jener Stadt. Im^ ^/- Jahre 1850 begab sich der Künstler nach München, wo ernoch 1857 thätig war. Die Initialen seines Namens, leicht mit derNadel eingeritzt, rindet man auf einem Blatte, welches Dr. MartinLuther im Brustbildo vorstellt. Das Gemälde ist von Lucas Cranach,und links im Grunde mit der Schlange und der Jahrzahl t538 be-zeichnet. II. 5 Z. 3 L. Br. 4 Z. 3 L.

Die Abdrücke mit den gegebenen Initialen gehören zu den 8. g.Kpreuvet d'arti$te, und wohl nur diese werden mit CG bezeichnet, seyn.

80. Graf Christian Clam-Gallas scheint jene Blätter radirt zu,, haben, welche mit den gegebenen Initialen be-

G Yn l°00, zeichnet sind. Kr bediente sich nämlich auch

Gn « eines aus diesen Cursiven gebildeten Monogramms.

. J. St: 1(00- iy ip fraglichen Blätter deuten auf die Bekannt-schaft mit Joseph Bergler, welcher dem Grafen Clam-Gallas freund-schaftlich zur Hand ging. Vgl. No. 63.