Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
28
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28 CG. Nr. 69-71.

69. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher in Baselc g gelebt haben dürfte. Die Initialen seines Namens findet mansi (-• auf Holzschnitten, welche nach Zeichnungen eines Meisters^*J der schweizerisch-olsässischcn Schule gefertiget sind. Ol) dieBuchstiibcn sich auf den Zeichner, oder den Kormschneider beziehen,können wir nicht bestimmen, gewiss ist aber, dass die Blätter mitdenselben an Werth nicht gleich sind, und somit könnten zwei Form-Bcfcneider nach Zeichnungen des Meisters C. G. gearbeitet haben.Man findet diese Initialen auf kleinen Blättern mit biblischen Vor-stellungen, besonders aus dem neuen Testamente, welche sehr gut be-handelt sind. Sie illustrircn wahrscheinlich eine Ausgabe des DenenTestaments, welche in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zuBasel gedruckt ist. Sehr hübsch sind auch die Holzschnitte inNikolaus II öniger' s llo/fhaltung des Türkischen Kai/sers vnd Olho-manischen lleichs beschreibung. Hasel IZ7H, fol. Die beiden kleinenBuchstaben stehen auf dem Blatte, welches einen türkischen Hochzeits-tanz vorstellt, und es ist auch darum von Interesse, weil ausserdemein kleines Monogramm darauf vorkommt, welches jenem des HansSchänlfelin ähnlich ist. Voraus steht die verkehrte Ziffer 59. Einähnliches Zeichen findet man auch auf anderen Formschnitten dergenannten Schule, und es ist wahrscheinlich jenes des Formschneiders.In dem Werke über die türkische Hofhaltung sind ziemlich viel Holz-schnitte, alier nur sehr wenige tragen die Initialen C G. Dagegenmachen sich die Formschneider i> n, C 8 und G s durch die Bei-fügung des Messerchens bemerklich. Die Initialen C U findet manferner auf mittelmässigen Holzschnittvignetten in der llistoria OlaiUfagui Gothi Archiepiscopi Vpsaliensis gentium septentrionalium etc. Ilasi-leac ex Officina Henric l'ctrina /.56'7, fol.

Den Meister CG, welcher für die Luft'schc Bibel gearbeitet hat,unterscheiden wir von unserm Künstler.

70. Der unbekannte Kupferstecher mit diesen Initialen gehört

C/r* zu jenen vielen Meistern des 10. Jahrhunderts, deren^~P■ Namen in Vergessenheit geriethen. Man findet die Anfangs-buchstaben seines Namens auf einem Blatte in der Weise desII. S. Beham, welches Adam und Kva unter dem Baume der ver-hntenen Frucht vorstellt. Hinter Adam bemerkt man einen Hirsch,neben der Eva ein Schaaf, und im Vorgrunde einen Hasen. H. 2 Z.7 L. Br. 1 Z. 10 L,

Wir glauben, dass dieses Blatt von jenem Monogrammisten C Gherrühre, welcher die sieben Platten gestochen hat. Vgl. No. 56.

71. Unbekannter Formschneider, welcher der sächsischen Schulel--------. angehört, und von dem gleichzeitigen Zeichner C G No. 69,

CG E!=\2>| welcher in der Schweiz lebte, zu unterscheiden ist.«= -c " l==» Unser Meister arbeitete in Wittenberg für die Druckereides Hans Liill't, aus welcher eine schöne, mit Holzschnitten illustrirteBibel nach Dr. M. Luther's Uebersetzung hervorging. Sic erschienin erster Auflage unter dem Titel: liiblia: Das ist: Die gantze heiligeSchrifft: Deutsch. Auffs new zugcrichl. Doct. Marl. Luth. Wittenberg.Gedruckt durch Hans l.ufft J-O-IO, toi. Die vielen Holzschnitte dieserschönen Mibel sind meist von Gottfried Leigcl und Hans Brosamer,unser CG zeichnet aber auf keinem derselben, so dass sein späteresAuftreten zu vermuthen ist. birst, in der Duft'schen Bibel von 1572kommt er vor. Der Haupt-Illustrator dieses Werkes ist der Meister IT,genannt Johann Teufel oder Thüfel, so dass man diese Bibel die