Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
10
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10 CP. Nr. 22 — 23.

breite Holzschnitt deutet auf Ch. Froschover in Zürich, da in dem-selben dessen Symbol, der Baum mit dem Frosche, vorkommt, unddie Buchstaben C. F oben in den Zweigen ebenfalls auf ihn deuten.Dieses gut geschnittene Blatt stellt einen Apfelbaum mit Früchten dar,dessen Binde in Streifen von einem Geistlichen abgerissen wird. Aufeinem dieser Stücke stehen die Buchstaben 'ACH. Min Engel mit genHimmel gestreckten Armen steht seitwärts von dem Baume, der bereitsseine Früchte und Blätter abwirft. Unlcr dem Bande mit C. F siehtman einen Frosch. Der Baum mit diesem Frosche ist das Symbol desChristoffel Froschover, oder Froschauer, welcher in der Froschau zuZürich seine Offizin hatte. Er wechselte aber mit der Vignette, indemder Baum auch mit mehreren Fröschen vorkommt, wie am Endo derFroschover'schen Bibel, über die wir unter dem Monogramme VShandeln werden. Der Frosch kommt auch auf dem schonen, und dieQuartseite einnehmenden Titelholzsc.hnitto des erwähnten Buches vor.Dieses Blatt stellt Christus dar, wie er auf dem Schiffe ruht, währendder Tod das Budcr regiert. Der Knochenmann hält ein Stundenglasin der Hand, und auf diesem sitzt ein Frosch. Verschiedene andereallegorische Figuren stellen dio Tapferkeit, die Hoffnung, die Klug-heit u. s. w. vor. Das Schiff wird von Gott Vater an einem Ankergehalten. Von diesem seltenen Buche haben wir durch Herrn Wiech-mann-Kadow Kunde, und nach der Ansicht dieses erfahrnen Kennersdeutet der Holzschnitt auf die oberrheinische Schule bin. Wenn wiraber die Buchstaben C. V auf Christoph Froschover in Zürich deuten,so werden wir wohl nicht irren, indem es nicht ausgemacht ist, dassderselbe die beiden Blätter dos Pilgerschiffes selbst geschnitten habe.Die zweiten Initialen beziehen sich ebenfalls auf Ch. Froschauer.Sie stehen zu den Seiten eines Wappens, welches in dem schräg ge-seilten Schilde zwei Frosche zeigt. Diesen Schild bemerkt man ineiner in Holz geschnittenen Karte der Eidgenossenschaft von 1545, fol.Sic bildet einen Theil der bei Froschover erschienen XII Landtafcln,über welche wir unter dem Monogramm IIV E weitere Nachricht geben.

22. Friedrich Christian Fues fand oben unter dem MonogrammC F No. 9 eine Stelle , und es ist daher nur zu bemerken,

O. r . dass sich die Initialen des Namens auf Hildnisscn in denHäusern der höheren Stände zu Nürnberg finden.

23. Gorneils Floris, Bildhauer und Architekt von Antwerpon,, _ wurde 1539 freier Meistor, und als solcher

**■ * • in das Buch der Bruderschaft der Confrater-

C.F.lnucntor 4554 nltät ( Li gg° re ) (lcs M. Lukas eingetragen.Sohn eines gleichnamigen Künstlers, und Bru-der des bekannten, ehemals hoch gepriesenen Malers Franz Floris,machte er sich durch seine Werke einen rühmlichen Namen. Er bautedu Batbbaus in Antwerpen, und das Unis van Ostenrijk daselbst. AlsBildhauer kann man ihn in der Hauptkirche zu Doornik kennen lernen.Im Chore derselben sind drei Statuen in Marmor, und zwölf Basrelifsvon seiner Hand.

Hier handelt es sich aber zunächst um eine Sammlung von 20Kupferstichen nach seinen Zeichnungen. Sie stellen Vasen, Schalenund andere Gefässc vor, und sollten als Muster für Bildhauer undGoldschmiede dienen. Dieses Werk erschien unter dem Titel: Corne-lius Floris Antverpiensis hujus opc.ris invonlor MD. XL VIII. IHnronymusCoe.k cxcudtbat , fol. Auf einigen Blättern zeichnete Floris mit denBuchstaben C.F., oder Cor. fl. Dann gab II. Cock auch noch archi-tektonische Abbildungen nach den Zeichnungen des Cornelis Floris