Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
7
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CF. Nr. 15- 16. 1

Dieses sehr geistreich behandelte Blatt beschreibt Rudolph Weigelim Kunstkatalog No. 19034, und worthet es auf 10 Thlr.

5) Brustbild eines Hingen Mannes nach links, 1642. II. 6 Z.1 L. Br. 4 Z. 6 I,

Dieses Blatt nennt Heller in der neuen Auflage seines Hand-buches für Kupferstichsammler, er scheint aber nicht sicher zu seyn,da er das Brustbild No. 3 zweimal anführt, und die Grösse mitunserm Blatte dieselbe ist. In diesem Falle liegt in der Jahrznhlein Irrthum.

6) Die halbe Figur einer ältlichen Frau vor dem Tische, aufwelchem sie mit beiden Händen ein fast geschlossenes Buch hält.Ihr Mantel ist mit Pelz gefüttert, und auf dem Kopfe trägt sie eineHaube von reichem Stoffe. Dieses äusserst seltene Blatt ist imCatalogue de la CoUeelion de M. F. van den Zandc , redige parF. üuichardot , No. 1108, beschrieben. Es ist sicher von derHand jenes Meisters, welcher das Blatt No. 3 radirt hat. H. 18 cent.Br. 13 cent. 6 mil.

Stempel der im Jahre 1755 von dem Churfürsten CarlTheodor von der Pfalz zu Frankenthal in Rheinbayerngegründeten Porzellan-Manufaktur. Diese Anstalt ent-wickelte grosse Thätigkeit, und lieferte auch verschiedeneKunstprodukte, liier handelt es sich indessen nur umu^j , ^^, den Stempel, welch«* den Knbrikort bezeichnet. Man„ , findet ihn unter Gruppen, Figuren, Vasen und anderen

Gefässen eingedruckt.

16. Dom Ferdinand August, Prinz von Sachsen - Coburg, seit

^—_—> _____ j 1830 König von Portugal, radirte eine bedeutende

(r /ec V? Anzahl von Blättern, von welchen die früheren

C^-^/ ',<J£- in der Zeichnung zwar etwas schwach, übrigens

CjC' _ aber geistreich behandelt sind. Bei minderer Eile

c5j/.3sl»I hätte aber der König auch in der Zeichnung Gu-tes geleistet, da er ein entschiedenes Talent zurKunst besitzt. Die Blätter sind von 1837 an datirt, und meistens mitden drei ersten Monogrammen versehen. Zuweilen sind auf einerPlatte mehrere Bilder gegeben, theils Copien nach Gemälden, theilsnach Aquarellen. In anderen Blättern ist die Hauptdarstellung voneiner Reihe kleiner Figuren, oder von anderen Gebilden der Phantasieumgeben. Auch Mitglieder der königlichen Familie, und andere Per-sonen des Hofes und der Garaltsettaft hatte er vorgestellt. GrafA. Kaczynski (Dict. bist, artistique du Portugal p. 86) beschreibt 45Blätter von 1837 — 1845. Im Jahre 1846 malte der König alle Figurenin den sechs Landschaften über den Thüren der Königin im Palaisde Neccssidades, er griff aber später auch wieder zur Radirnadcl, sodass die Blätter des Königs bereits zahlreich sind. Man findet aberderen nur selten, da sie nicht in den Kunsthandcl, sondern nur alsGeschenk an erlauchte Personen oder an Notabilitäten kamen, welchedem Könige nahe standen. Folgende Blätter bilden die Fortsetzungdes Verzeichnisses, welches Graf A. Raczynski gibt.

1) Die in einer Landschaft bei einer Aloe auf ein Vögelchenlauernde Katze. Unten steht das Zeichen mit fec. 1045 d Lisbonne.H. 5 Z. 8 L. Br. 4 Z. 3 L.

2) Zwei am Eingänge des Dorfes galopirende Reiter verscheuchenein Schwein und zwei Hühner. Am Woge sitzen zwei Kinder beieinem Hunde. Mit dem erwähnten Zeichen und der Jahrzahl 1040.