H36 SH. Nr. 4129-4134
4129. Obiges Zeichen, aber kleiner und noch nicht ganz genau,.N findet man auf einem Watte, welches eine Dame
\£v^_ und einen Ritter im Gespräche zeigt. Erstere hatein Hündchen auf dem Schoosse, und wendet sich
gegen den links am Baume sitzenden Ritter, welchereine Lanze hält. Im Grunde sieht man eine Burg,mehrere Gebäude und Felsen. Unten gegen die Mitte ist das Täfelchenmit den Buchstaben S H (N ?), durch welches ein dolchartiges Instrumentgesteckt ist. Das rechte obero Eck wird durch das Kleid der Damebedeckt. H. 4 Z. 2 L. Br. 2 Z. 7 L.
Brulliot I. Nr. 2Ü14 beschuldigt den Heinecken (Neue Nachrichtenp. 384), das Monogramm fälschlich mit SH gegeben zu haben, alleines scheint dennoch ein verschobenes // im Tafelchen zu stehen, nichtSN, wie bei Brulliot. Das Zeichen ist in der Form des Originalsschwer zu copiren und daher gelang auch obige Copie nicht vollkommen.
4130. Sebastian Habenschaden, Thicrmaler und Radirer zu„ j» München, geb. 181 :t, gest. 1808, versuchte sich auch mit^ I— | Erfolg in der Thierplastik von kleinen Verhältnissen, wobei^ er vorzugsweise die wilden Thiere des deutschen Waldeszum Gegenstand seines Bossierholzes nahm. Auf plastischen Werkendieser Art stehen die Initialen S H.
4131. Unbekannter Zeichner und Kupferstecher. Man findet*> ff mm ^ 11S Monogramm auf kleinen Vignetten und Emblemen,
' Brulliot vermuthet, dass solche von einem französischenKünstler des 17. Jahrhunderts herrühren.
4132. Sebastian Hnggenberg, Medailleur zu Salzdahlen um 1690,c l_J signirte Arbeiten seiner Hand mit S. H.
Auch Samuel Hanhardt, Stempclschncider zu Basel, zeich-nete mit vorstehenden Initialen.
4133. Schradre, Maler an der Porzellan-Manufaktur zu Sevresin der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, im Landschafts-und Vögelfach.
4134. Sebastian Habenschaden dürfte vielleicht auf ein radirtesDJD Blättchen mit diesen nur eingeritzten und leicht verstärkten
dal' Initialen Anspruch haben. Es stellt einen nach links gerich-teten Kopf eines Kalbes oder jungen Stieres vor. Links gegen untenbemerkt man noch schwächere Strichclchcn, welche für ein // genom-men werden können. Der Kopf ist sehr gut gezeichnet, fast gänzlichohne weiss gelassene Lichter. Die beleuchteteren Theile sind mit weiterauseinander gehaltenen Strichlagen bedeckt, in den Schatten die Schraf-firungen eingeführt. Das Ganze ist auf einmal geätzt, und die Voll-endung behielt der Künstler der Schneidnadel oder dem Stichel bevor.Es mag sich daher um einen ersten Aetzdruck handeln. II. 2 Z. 6 L.Br. 2 Z. 2 L.
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