Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
1132
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H32 SG. Nr. 4102—4104.

4102. Unbekannter Kupfersteoher, welcher um 1S24 in Deutsch-land thätig war. Bartsch VIII. pag. 21 beschreibt ein Blatt,Passavant IV. p. 113 fügt ein zweites hinzu.

1) Der Sündcnfall. Adam pflückt die verbotene Frucht, um sieEva zu reichen. Rechts ruht ein grosser Hirsch am Fusso des Baumes,vorn links ist ein Hund. Unten gegen links das Zeichen. II. 5 Z.9 L. Br. 4 Z. B. 1.

2) St. Hieronymus Er kniet vor seiner Höhle am Fusse einosCrucifixes und hält mit der Rechten einen Todtcnkopf, während^ ermit der Linken mit einem Steine die Brust schlägt. Links der Koptdes Löwen. Im Grunde rechts ein Schloss über Gehölz. Unten dasZeichen mit i«34. IL 3 Z. 1 L. Br. 2 Z. 10 L. P. 2.

4103. Unbekannter Goldschmied, welcher in Nürnberg thätig_, — -v . war. Börncr fand mit obigen Initialen ein seltenes

* C C O L * Blättchen, worauf zwei kleine und drei grössere9 s\ Blumen vorgestellt sind, deren Stengel aus sich

^ *—' windenden Blättern hervorkommen. Ohne Abstufung

der Schatten gestochen. H. 1 Z. 8 L. Br. 1 Z. 10 L.

4104. Unbekannter Formschneider, welcher um 1550—1!>70~ _y __. gearbeitet hat, entweder in Frankfurt

-O-^Cr^ C '("> Q f~< I oclcr in Nürnberg.;j 6a / i: ~-^i &^±J Das erste Zeichen gibt Heller, Werke

*"—' des A. Dürer II. pag. S04. Er will es

auf einer originalscitigen Copie der Fusswaschung aus Dürer's kleinerPassion gefunden haben, es scheint uns aber, dass dieses Blatt vondem Formschneider G. S. ist, da das Maas8 mit den Dürer'schen Copiendesselben stimmt. IL 7 Z. 9 L. Br. 5 Z. 5 L. Das Original istkleiner.

Das zweite Zeichen bringt Bartsch, P.-Gr. IX. p. 438, scheint esaber nicht genau gegeben zu haben. Man findet es auf drei Blätternin folgendem Werke: Des Fürsten Georg von Anhalt, Domprobstzu Magdeburg Predigten und andere Schriften. Frankfurt am Jttayn,durch Weygand Hon und Georg Raben 156i, fol. Dieses Werkenthält sieben Blätter, aber nur folgende sind bezeichnet:

1) Judas verräth den Heiland durch einen Kuss.

2) ChriBtus vor Caiphas.

3) Die heiligen Frauen am Grabe. IL 3 Z. 10 L. Br. !» Z. 1 L-Das dritte Zeichen steht auf einem grossen Blatte mit einer Reite r-

schlacht zwischen Braunschweigern und Brandenburgern, zu welcherwahrscheinlich gedruckter Text gehört, so dass wir jenen Holzschnitthaben, welcher in Meusel's neuen Miscellen S. 484 wie folgt angegebenwird: Conlrafaclur der andern Schlacht, so Marggraf Albrechtder Jünger verloren durch Herzog Heinrich von Braunschweigden li Seplembris ir>r>:i Jar. Unten: 7m Nürnberq bey SteffanHomer. Links unten in der Ecke sind nach Mensel die BuchstabenSG, und auch auf unserm Schlachtbildc kommen sie an jener Stellevor. Die Inschriften des Blattes nennen Heinrich von Braunschwcigund M. Albert. Darunter ist nun der Markgraf Albert, genannt„Alcibiades", zu verstehen.

Diese Darstellung besteht aus zwei Blättern. IL 7 Z. II L-.Br. 24 Z.

In obigem Texte ist von einer zweiten Schlacht die Rede. SteffanHamer könnte daher ein Gegenstück herausgegeben haben. Dcsswegcn