SE. Nr. 4048-4049. 1123
betreffenden Documenta gibt N. Pietrucci, Biografia degli artistiPadovani llüjt) p. 2!>8 ff., im Auszuge.
Die Buchstaben S E kommen auf keinem Gemälde vor. Auf einemBilde der Madonna mit dem Kinde im Besitze der Familie des GrafenLazzara steht: Opus Squarcioni picloris. Auf einem graziösen Ge-mälde des Palastes Buzzaccarini zu Padua steht: M.ri SquarcioniFrancisci opus. In der Galleric Manfrini zu Venedig ist eine Ma-donna mit dem Kinde und einem Verehrer: F. Squarcione ibW.Derselbe Name mit der Jahrzahl (430 steht auf dem Bilde mitSt. Domenico und drei Mönchen an der Tafel von Engeln mit Speisenbedient, ehedem im Hause Melvczzi, jetzt im Museo Ercolani zuBologna.
In dem demolirten Kircblcin des hl. Sebastian zu Padua warenFresken. Sclvatico {II Pittore Squarcione. Studj slorico-critichi.Padova Ul3i)) sagt, dass sie folgendes Zeichen gehabt haben:
+ +3--------F. 3 V. 3V. FS.
Der Stich mit S E, den Zani dem F. Squarcione zueignet, ist eineburleske Composition von neun Figuren. Man sieht in der Mitte eineFrau, welche in der linken Hand eine Wurst hält und in der rechteneinen Bratspiess mit acht andern Würsten. Um diese Frau tanzenacht andere Figuren beiderlei Geschlechts. Unten in der Mitte dasZeichen. II. 14 Z. 2 L. Br. 21 Z. 9 L, D. Hopfer hat das Blattcopirt. (B. 74.)
Zani sagt, er habe das Blatt zuerst im Kloster S. Ginstina zuPadua gesehen, dann in der k. Gallerio zu Florenz und zuletzt auchim Pariser Museum und es sei im Style des Mantegna behandelt.Sclvatico glaubt nicht, dass Squarcione im Stiche seine Art verleugnethabe und meint, dass Zani nur dem Franc. Galvani Napione in denMemoires de l'Academie imperiale des sciences, Turin 1800, nach-gebetet habe. Dieser Ansicht neigt sich auch Passavant I. 241 zu,„mais celui qui connait les lableaux d'un styl encore tres-maigreet tres-ancien de et mailre et trouve Voccassion de les compareavec cette grawre, ne trouvera la moindre analogie enlre lesdeux." Mit Squarcione scheint es also wenig Richtigkeit zu haben.Der wirkliche Urheber des Blattes ist bis jetzt noch nicht nach-gewiesen.
4048. Unbekannter altdeutscher Kupferstooher im ersten Drittely 17 des 10. Jahrhundorts. Die Buchstaben stehen auf einer Folge^ *•* der klugen und thörichten Jungfrauen, von welcher aber bisjetzt nur fünf Blätter bekannt sind. Die Figuren stehen auf schwarzenGründen, oben sind Arabesken. Hie sind mit S und SE bezeichnetund gehören der Schule des Meisters S an. Vergl. Passavant III. 84.
4049. Unbekannter Formschneider. Der Name mit der Feder--ss=»- und dem Messerchen steht auf einem Holz-
c !Tr , "RA G ( r t , Tr\r\r 1-f schnitt mit der hl. Dreieinigkeit. Zu denpjjUAji^^. Soitcn dcrselbeu Hnkg die fünf W unden
Christi rechts ein hl. Sakrament, unten rechts sitzt ein Soldat miteinem Schwert und (iewebr in den Händen. Der Grund unten bieteteine Landschaft, wo man links die Taufe Christi, in der Ferne abereine Stadt in Flammen sieht. II. 12 Z. 5 L. Br. 9 Z. 3 L. DasBlatt gehört in ein Buch: Kriegsbeschreibung, nach alter Teutschen
7i*