Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
1121
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SD. Nr. 4038—4041. H2i

4038. Unbekannter Kupferstecher, welcher durch Blatter nachcT23 5? <f Loutherburg bekannt ist. Sie sind schön radirt und mit

'"Tb "' der Schneidnadel übergangen.

1) Ein rauchender Bauer, welcher die Ellenbogen auf eine steinerneMauer stützt und die Hände am Kinne hält. Links neben ihm liegteine todte Henne und die Buchstaben S. 1). R. Sc. stehen links untenim Rande. H. 3 Z. 11 L. Br. 2 Z. 11 L.

2) Ein auf dem offenen Fasse sitzender Bauer nach links gerichtet.Er verschüttet mit der erhobenen Rechten das volle Glas und denKrug in der Linken lässt er am Boden auslaufen. Das Gegenstück zuobigem Blatte.

3) Ein bärtiger Soldat mit einer abgebrochenen Hellebarde in dererhobenen Linken. Er trägt einen Hut und eine lange Säbelkuppelüber der Achsel. Rechts neben ihm sitzt ein anderer Soldat auf demBoden und zeigt den Rücken. Im Rande links S. D. R. Sc. II. 4 Z.Br. 2 Z. 11 L.

4) Ein stehendes Weib mit Gemüse und Rüben in der aufgehobenenRockschürze. Rechts liegt eine Butte mit Gemüse und Rüben. Linksunten S. D. R. Sc. Das Gegenstück zu obigem Blatte.

4039. Samuel Donnet, Zeichner und Kupferstecher zu Danzig,S 1) S zwischen 1690 und 1730 thätig, ein wenig bekannter

Künstler. Die Initialen stehen auf naturhistorischen Ab-bildungen im „Museum, Gottaaldianwn". Nagler hat über diesesWerk schon II. Nr. 1338 gesprochen, das Monogramm jedoch falschauf Daniel Schultz bezogen. Professor Bcrgau in Nürnberg hat im13. Bande von Naumann's Archiv Donnet's Kupferstiche beschrieben.

4040. Das Zeichen soll auf holländischen Zeichnungen aus dem^-y -p^r- 17. Jahrhundert vorkommen. Da uns bis jetzt keineV \/\ solche zu Gesicht gekommen sind und wir auch nirgends

jj [// eine Notiz über ihren Inhalt finden, so ist es schwer,V- 1 ^ • t ,;n 0 Deutung zu geben. Brulliot I. Nr. 1696 legt dasMonogramm nach Hazard's Erklärung dem Maler Simon de Vos bei.Simon de Vos, geb. zu Amsterdam 1603, war ein Schüler von Rubensund malte Historien und Jagdstückc. Sollte diese Hazard'sche Er-klärung nicht zutreffen, so könnte man an Simon van der Does oderan Simon van Douw denken; jener, zu Amsterdam 1883 geboren,malte Landschaften in Berghem's Geschmack, und es kommen auchZeichnungen von ihm in rother Kreide vor. Simon van Douw lebtein der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts; er malte Reiterstückeund Schlachten, die au Lingelbach und Th. Wyck erinnern, abertrocken und hart sind.

4041. Simon de Vlieger, der berühmte Marinemaler und Radirer,<« 7) V f «.' Ap V \ geb. zu Amsterdam 1612. Ueber seine Lebens-

Verhältnisse ist nichts bekannt, wir wissennur soviel, dass er der Lehrmeister des W.van de Vclde war. Die gegebenen Zeichenfinden sich auf Zeichnungen und Radirungendes Meisters, dann aber auch auf Stichennach ihm wie auf jenem Blatt von 0. Danckerts mit dem Portrait desVico-Admirals C. de Witte. Die Radirungen hat Bartsch I. p. 19 ein-gehend beschrieben, sie sind zum grössten Theil mit den BuchstabenS D V oder S de V signirt.

Monogrammlsten Bd. IV. '*

SD V

S de VL inv.

S.D.V.L.F