1114 S C. Nr. 3993-399S.
gearbeitet hat. Ihre Manier ist jene des J. de Court, aber mit mehrAffektation und geringerer Abwechslung. Die Figuren en face gleichensich alle, und jene in Profil könnte mau in ein As de carreau derfranzösischen Spielkarte einbringen, wie Graf L. de Laborde, Aioticedes Emaux. Paris inr>2 p, 278, bemerkt. Diesem Schriftsteller ver-danken wir ausführliche Notizen über die alten Emailmaler und ihreWerke, und er führte auch die Susanne de Court in die Kunst-geschichte ein. Nach der Angabe des Mr. L. de Laborde haben dieMalereien der S. da Court eine gewisse Zierlichkeit und affektirteGrazie bei einer schreienden Färbung, welche mit Goldpunkten über-laden ist. Ohne Verdienst in der Composition, ohne Gefühl für Farbeund malerische Wirkung hat sich aber Susanne mit ihren brillantenund zierlich vollendeten Emaillen dennoch einen dauernden Rufgesichert.
Graf L. de Laborde kennt nur ein Werk mit den Initialen S C,einen Becher mit farbigen Bildern auf schwarzem Grunde, und mitGoldverzierungen. Das eine der Gemälde stellt die Verstossung derIlagar, das andere den Jakob mit Joscph's blutigem Rocke dar. Dreiandere, von Mr. de Laborde beschriebene, mit historischen Bilderngezierte Gefässe sind mit dem Namen : Susanne Court und Susannede Court f., versehen.
3993. Simone Cantarini, genannt Pesarese, Historienmaler undCf 1 Cf~* ' TT' R*4lifer, der begabteste unter den vielen Schülern
i) C v xJ Lf JUMX S Guido Reni's. Man findet die gegebenen Buchstabenet s~i j . auf einigen Original-Radirungen des Meisters, wie
AJaL-a-Za , oC. auf jenem Blatte mit der Figur des Glückes B. 34,auf dem Titelblatte B. 35, wo zwei grosse Engel einen Wappenschildhalten, dann aber auch auf Copien nach den Radirungen, sowie aufStichen nach Cantarini's Zeichnung.
3994. Diese Initialen findet man nach Duchesnc, Essai pag- 70,
S/-i | mit einigen Modifikationen auf mehreren Niellen, und
^ I er wollte sie anfangs mit „Senatus Consultus u oder
S C 1 O F I ^ Sc>lola Fiorentinu" erklären, Ein Niello von Pere-I grini, dessen wir unter l> Nr. 2728 erwähnt habe",brachte ihn aber auf die Idee, die Buchstaben SCOF „StephanusCaesenas Opus Fecil u zu deuten. Er glaubte nämlich, Peregrii»heisse mit dem Vornamen „Stephan", und somit war seine Hypothesefertig. Allein es ist zu bedenken, dass die Initialen auf den Ab-drücken auf Papier in gewöhnlicher Ordnung stehen, und dass siedaher auf der niellirten Platte verkehrt sich zeigen müssten. DieseSchwierigkeit überwand Duchesne dadurch, dass er annahm, der Gold-schmied habe die Buchstaben verkehrt eiugravirt und dann nach einerAnzahl von Abdrücken als Goldschmiedsmuster dieselben weggenommen.Demnach müsste das Niello, wenn je ein solches vorhanden war, ohnejene Initialen seyn. Wir haben über diese Niellen bereits unter /Nr. 2728 ausführlich gesprochen und verweisen dahin.
3995. Salvius Castellucci, Historienmaler und Schüler des 1-
, , , da Cortona, geb. zu Arczzo 1608, gest. KS72. Das Mono-
S C del. \ gramm steht auf Stichen mit antiken Statuen, welche von
S C D, ( ( "- Congio* und C, Bloemaert nach Castollucci's Zcicb-
' nungen gefertigt wurden.