1112 SC. Nr. 398S—3987.
3985. Ciro Santi? Das Zeichen steht auf folgenden Radirungen. nach Compositionen des Giacinto Brandi:
Y" 1 I) Christus erliegt unter der Last des Kreuzes, fol.
"*• 2) Die Geisslung, fol.
3) Die Klage um den todten Heiland.
An Simone Cantarini ist nicht zu denken. Cintius Buccanigrastach nach Brandi die Marter eines hl. Bischofs, wollte man auf ihndas Zeichen beziehen, so müsste man zu der gewagten ErklärungCintius Sculptor greifen. Wahrscheinlich haben wir es mit Arbeitendes Ciro Santi zu thun, welcher 1700 in Bologna thätig war. Ciro Santiwar Maler und Radircr. Als letzterer ist er durch eine Sammlungvon 12 Blättern Ornamente nach römischen Ruinen und den Arabeskenvon Raphael beglaubigt; sie erschien 1700 in Rom unter dem Titel:Raccolla di ornati (Li otjni geilere opera di Ciro Santi l'iltore edInsisore Bolognese Volume II.
3986. Unbekannter Schweizer Pormschneider, wenn nichtö d (q< f Christoffel Schweytzer. Er arbeitete nachQu S) IT* Zeichnungen des Virgil Solis, Jost Amman,^oo' S«= ■ 11. R. Manuel Deutsch u. A. An Hans Christoph
ß. et <g Stimmer ist nicht zu denken, da er // C £> ver-
O "'' "/T"^ ' schlungen signirtc. Christoph Stimmer, welchenccaii / •£=—. Naglcr I. Nr. (i(i!) als Formschneider einführt,ist nur als Scbönschreiber und Rcchneumeistei' beglaubigt. Wir habenunter folgender Nummer nachgewiesen, dass ein Formschneider ChristofleiSchweytzer in Zürich um lüüO beglaubigt ist und wahrscheinlich istdieser der Träger der vorstehenden Zeichen. — Die gegebenen kleinenZeichen fanden wir auf Virgil Solis Biblischen Figuren, Frankfurtam Main 1500.
3987. Unbekannter Schweizer Formschneider um 1!i!><), wennqt[ o-v Ilicllt Cnristoffel Schweytzer. Brulliot I. Nr. 1464 undTkj K' 1470 gibt diese Zeichen mit geringer Abweichung und
*- ' wie augenscheinlich für SC, während Malp6 ein G ver-
muthet. Das zweite Zeichen fand er auf einer Folge von 12 Blättern,welche Schweizer Soldaten mit den Standarten der (Jantone darstellen.In dem 7 Linien breiten oberen Rande ist der Name jedes CantonS)und in dem 1 Z. 10 L. breiten Unterrandc stehen deutsche Verse.Höhe der Blätter 8 Z. Br. 5 Z. 4 L.
Brulliot deutet dieses Monogramm nicht, meint aber, der Verfertigerder genannten Blätter sei verschieden von jenen Formschneidern, welcheeines ähnlichen Namenszeichens sich bedienten. Uebrigens setzt er ihngegen Ende des iö. Jahrhunderts.
Derjenige Künstler, welcher sich dieses Zeichens bediente, »Jaber auch der Monogrammist, welcher das erste Namenszeichen autdie Blätter setzte, und welchen Malpe (T. II. pl. 2 Nr. 37) GeorgScharffenbcrg nennt. Die Blätter mit demselben, auf welche Malpeaufmerksam macht, und die Brulliot nicht gesehen hatte, linden sichin einer bei llieronymus Frohen und N. Episcopius i!i.'>2 zu Baselgedruckten „Nolitia provinciarum imperii romani" vor. Die Notitiageht auf der Rückseite des vierten Blattei zu Kode. Dann folgt eineAbhandlung „de rebus belltet»", und eine „AUtrcatie Adrian* Awj-et Epicleli philosophi. Dieses Werk hat mehrere gute Holzschnitte,aber nur zwei tragen das erste Zeichen. Das eine Blatt stellt einensitzenden Mann mit einer Art Mauerkrone dar, wie er die Rechte aut