1098 S. Nr. 3889-3894.
3889. Unbekannter Formschneider, »reicher wahrscheinlich um
er r 0 0 * tt Augsburg lebte, In P. Hupfauor's Drucli-
K M.JT. \.«/f" stricken aus dein 16. Jahrhundert, Augsburg
/ /<U* • 17IJ5.J 4 M s i lu i Copicn alter Buchdruckcrzeichen
mit obigen Initialen.
3890- Ein uns unbekannter Meistor S sclinitt nach L. Crauach'sS KU Zeichnung eine Costümiigur in Hol/, bis ist jene einesp 1011 Mannes im Urustharniseh Ober /dem'kurzen Rock. Er träglEisenhandschuhe, Beinschienen und eine kleine Mütze mit Nifckon-schirm. Aul' dem Aermel bemerkt man die Anfangsbuchstaben desWahlspruches des Herzogs Johann Friedrich von Sachsen, und zwischenden Beinen das Zeichen des Formschneiders. II. 7 Z. 9 L.
Die Zeichnung zu dieser Figur ist vielleicht von L. Cranach, da erHofmaler des genannten Herzogs war und auch Muster zu llofklcidunyv::gegeben haben konnte. Wenn es erwieson wäre, dass Cranach nachdem Familiennamen Sunder, oder Sonder geheissen habe, so hätte maneine Deutung des Buchstaben S. Das genannte Blatt ist nur imÜmriss,aber sein- gut geschnitten. Eine ähnliche Figur, mit kleinem Federhutund einem verzierten Dolch an der Seite, ist ohne Bezeichnung, abersicher von demselben Meistor. Diese Blätter wurden vcrmuthlichcolorirt.
3891. Johann Baptist Seele, Hofmaler zu Stuttgart, geb. zu
cm S versahg der Frau-
C 17QP Meersburg 1775, gest, 1814. Mit vorstehendem S versalO i/ju cr 0 j ne g rosso RacUruDg, welche den Rück/uzosen (la relirade des Franctit) vorstellt, gr. qu. fol.
Das im Lexikon S. 204 oben erwähnte Blatt ist nicht von Morcau,sondern von Ernst Morace nach einem Gemäldo in Punktirmaniergestochen, bis ist nicht sehr selten und betitelt: „Ver ungelegenellelierfall". Die zwei darnach erwähnten Eini|uartierungssccnon sindvon Billwiller nach den Bildern bei Frauenholz in Tiisohnianier geätztund wurden colorirt ausgegeben. Die später von l'b. 11. Dunker inFarben ausgeführten Exemplare sind mit vieler Sorgfalt behandelt,Sie sind ebenfalls nicht sehr selten. Die Billwiller'schen Blätter wur-den in der Schweiz copirt.
3892. Christian Jakob Schlotterbeck, Zeichner und Kupfer-c Stecher, geb. zu Böblingen in Württemberg 17!>7, gest. daselbst1812, Schüler von J. (I. v. Müller. Mehrere kleine Kupferstiche,Portrnits von Herzogen von Württemberg, sind mit S bezeichnet.
3893- Ferdinand Schiessl, Zeichner, Lithograph und liadirer/i zu München, Schüler von Mettenleiter, geb. 1778, gest. 1821).Eine Radirung ist mit S signirt. Sie stellt einen Jtingen Faunvor, der bei einer Bacchantin liegt und einen Becher In der Linkenhält. Unten links auf einem Stein das Zeichen, qu. 8, Auch eineLithographie trägt das S, sie enthält den Winter und Frühling unterFiguren im Geschmack eines antiken Basreliefs, fol. Das Gegenstück,Sommer und Herbst, ist nicht bezeichnet.
3894. Andreas Seidl, Historienmaler zu München, Schüler des:|c rgnaz Oefele. geb. 1700, gest. 1836. Man (Lndet «las S, be-gleitet von einem Stern, auf Radirungen des Meisters:
s
I) Büste eines jungen Mädchens in Profil, 8.
8) BttSte eines Mannes, der den Kopf nach rückwärts umwendet, 8.
3) Ein Soldat, der seinen Säbel zieht. Hinter ihm zwei Köpfe, 8.