Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
1078
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1078 > S. Nr. 3849.

ab aiio nat. Chr. 042 usq. ad anum 1693. ex antiq. et fide dign-monum. del. et expressae, una cum sine/. Elog. Excus. Willen-bergae exeudebat Gabriel Schnellboltz. Anno iö(>:>, 4. Die vonL. Cranach jnn. gemalton 34 Bildnisse befinden sich In <lrr AmbraserSammlung zu Wien, jedes !i Z. hoch und 4 Z. breit. Die Holzschnittesind etwas grösser. Gleichzeitig ist eine Ausgabe mit deutschem Text:Abcontrafactur vnnd Bildnis» aller Grossherzoijen , Chnr - undbürsten, welche das Land Sachsen regieret haben. In deutsch 1 'Reime bracht durch M. Joannen* Agricolam. Gedruckt zu Witten-berg. Durch Gabriel Schnellboltz Anno MÜLXIII , 4. In zweiterAusgabe von 1870. In der Vorrede sagt Schnellboltz, dass er diePortraitc der Fürsten seihst gesammelt habe, und somit konnte mandarunter die ISildnissc der Ambrascr Sammlung vermuthen. UebrigenSnennt er das Buch seine geringe Arbeit, worunter über wohl nichtdie Holzschnitte zu verstehen sind, sondern nur der Druck. Auf deinBlatte mit dem Bildnisse des Herzogs Johann Friedrich II. soll indessendas Zeichen iles (i. Schnellboltz vorkommen . nämlich ein Pfeil oii'dem Buchstaben S als sprechendes Monogramm. Den Pfeil, in dien'Beziehung Böltz (Bolzen), gibt aber Christ 8.880, und nach ihn» StruttII. Nr. 14S und linilliol, I, Nr. 8181 nicht in obiger Form, sondernmit Fcdereinlage. Chfist's Kachbildung scheint jedoch nicht genauzu seyn. Kr kann offenbar nur spatere Abdrücke der unten erwähnte"Vignetten gesehen haben, da, er sagt, dnss das Zeichen, ein redendes,anscheinlich jenes des Gabriel Schnellbolzert, auf leinen, nach „Stimme 1 '"scher Art gerissenen Stöcken" vorkomme, welche zu Wittenberg "WISN abgedruckt seien. Ucbrigens wollen wir auch zugeben, dam nochein anderer Buchdrucker oder Buchhändler auf eines der gegebenenZeichen, oder vielmehr auf eine der beiden Vignetten mit einem solche"Monogramme Anspruch machen könne. Gleichzeitig mit (c. Schnell"boltz ist der Rechtsgelehrte Samuel Solfisch oder Soelliseh, welcher30 Jahre, lang Bürgermeister und Buchhändler in Wittenberg war undDil:; im 88. Jahre starb. Er Hess 1863 Dr. I.uiher's Postille drucke"und richtete Überhaupt ein besonderes Augenmerk auf die Verbreitungder Schriften dieses Reformators. Er hatte indessen keine Druckereiund konnte sich daher der l'.eibiill'o des '!. Schnellboltz bedient haben-da dieser um 1860 seine Druckerei eingerichtet hatte. Die Yignett''mit der Salbung Davids durch Samuel könnte sich daher auf Sellisi' 1 'und Schnellboltz zugleich beziehen, da Enteret den Taufnamen Samü* 1führte, und das Monogramm, als sprechendes Zeichen, weniger aufib"'als auf Schnellboltz sich zu beziehen scheint. Diese Hypothese könnteaber der Umstand vernichten, dass die Vignette mit der Salbung Da.vi" hdurch Samuel auch auf Druckwerken des Johannes Crato und H*° bLufft in Wittenberg vorkommt. Allein man muss annehmen, dass dieBücher mit diesem Symbol, welches auf die genannten Typograpl 1 ''"nicht passt, für den Verlag des S. Seitisch gedruckt wurden, und daB°dieser die Vignette gleichsam als seine von jeher bekannte Adressebetrachtet, bat. Daran, Würde es sieh auch erklären, wie .diese Vignen 1 -auf Titelblätter von Büchern aus der Druckerei des Lorenz Seuberli 0 / 1kommen konnte. Letzterer ist (\i<v spätere Drucker des S. Selfi* c "'da seine Thätigkoit von 1897—1613 lallt. Ihm schreibt (1. V. GeSS»«*(Die so nölhige als nützliche Hucliilnickcrlcunst S. 143) die VigneWmit Samuel und dem zweiten Zeichen zu, es Ist aber ZU bedenke^dass dieser Holzschnitt schon vor 1807 angewendet wurde, und 0*es sieh daher nur um die Etlfluette des 8. Sellisch handeln kann. Vgewöhnliche Druckervignette des Lorenz Souhorlioh stellt die r * 1 ''' 1 . ,' ndes hl. Lorenz vor, und ist daher durch den Taufmimen dessclb