Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
1072
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R. V. I.

R- V. I.

R. V. L in Vat.

1072 RV. Nr. 3828—3832.

4) Der Brunnen. In der Mitte einige verfallene oder zerstörteHauser und vor einem derselben mehrere Figuren unter einem Zelt.Links ein Brunnen, in welchen ein Mann blickt. Vorn rechts stehenzwei Soldaten bei drei andern am Boden sitzenden. II. 3 Z. 3 lt.Br. 4 Z. 11 L. B. Nr. 10.

Dieses Blatt ist nur im zweiten Abdrucke mit den BuchstabenR.V.H.F. versehen, sie stehen links unten. Rechts sind die Buch-staben F. v. W. ex. (f. van Wyngaerde exe.)

3828- Jakob Bitsohl, Formschneider zu Erfurt, geb. zu Harten-bach 1797, bediente sich zuweilen der Initialen R v H, dieft „Ritschi von Hartenbach" zu lesen sind. Ritschi war anfangsBuchdrucker und nahm im Formschnitt die Arbeiten des Gabita zumMuster. Seine Holzschnitte sind zahlreich in illustrirten Werkenzerstreut. Auf Blättern nach L. Richter in den Volksliedern, aufIllustrationen zu Fabcr's Convcrsations-Lexikon für bildende Kunsthaben wir die vorstehenden Buchstaben gefunden. Ritschi signirtenoch in anderer Weise und haben wir bereits unter R J II und R IIüber ihn gesprochen.

3829. Raphael Santi von Urbino, der berühmte Maler, wirddurch vorstehende Initialen angedeutet. Siesind „Raphael Vrbinas Inventar" zu lesen.Man rindet sie auf Kupferstichen und Radir-ungen nach Raphael, von Diana Ghisi, N.de Larmessin, C. Fantetti, P. Aqnila, R-Sciaminossi u. A. — Weiss auf schwarzemGrunde stehen sie auf einem Clair-obscur mit einer lesenden Sibylle,der ein Kind mit der Fackel leuchtet. Gegenseitige Copie nach dembekannten Clair-obscur des Hugo da Carpi.

3830- Richard van Orley, Maler und Radirer, geb. zu Brüssel(Q -\y n Iß 52 , 8 est - daselbst 1732, hinterliess eine Anzahl Radir-_A>.V. U. ungen, auf welchen die vorstehenden Buchstaben vor-kommen. Wir nennen eine Folge von 12 Blättern Pastoralen nachseinen eigenen Zeichnungen, eine Folge von 28 Darstellungen ansdem Neuen Testamente nacb Zeichnungen seines jüngeren BrudersJan van Orley.

3831. Raphael Santi von Urbino. Die Initialen stehen auf einemd y p Stiche des J. Alix, dem Schüler des Ph. de Champagne.rv. v.r. Dag Rlatt gte]lt eine h]> Familie, Maria mit dem Kinde,St. Elisabeth und Johannes dar. Die Bezeichnung R V P ist durchRaphael Vrbinas Pictor zu erklären.

3832- Rupert Prinz von der Pfalz, bekannter Kunstfreundund einer der ersten Arbeiter in Schwarzkunst, deruns schon zu wiederholten Malen begegnet ist. D« 9Zeichen steht auf einem sehr seltenen Schwarzkunst-blatte, welches im Katalog Blücher Nr. 2070 be-schrieben ist: Eine Blumcnkronc auf schwarzemGrunde, in deren Mitte ein weisser und achteckige'Stern mit sechs sich kreuzenden Nägeln. In ■•*acht Winkeln des Sternes sind acht Herzen. DerGrund, oben und unten mit Sternen verziert, enthält die Jahrza'"1661 , den Namen des Monats Mai, den Buchstaben V, sowie " aäMonogramm. H. 5 Z. 7 L. Br. 6 Z. C L.