RD — RE. Nr. 360S—3610. 102S
3605. Unbekannter Kupferstecher, welcher in Cölu gelebt hat.n j\ t' AJ7 {/. G. Stempelius, Domvikar zu Cöln und kurfürst-n. u. ,3. Ji.L,. 1 ^„ licher Mathematiker, liess 1Ü80 mehrere Blätterder Dürcr'schen Passion copiren und seinen Namen D. G. Stempelt»»fie: cu: darauf setzen. Man hat die Abkürzung fie: cu: (fieri curavit)falsch verstanden, aus fie: ein fecit gemacht und so Stempelius selbstfür den Stecher der Blätter ausgegeben. Die Worte fieri curavit be-sagen aber nur, dass Stempelius den Stich durch eine andere Handbesorgen liess, und dieser Stecher hat seinen Namen durch die obengegebenen Initialen auf dem Blatt mit der Dorncnkrönung angedeutet.Er war noch eine sehr junge Kraft, da er erst 14 Jahre alt war.
3606. Raphael Santi von Urbino. Der verdorbene Name stehtli n„^J,„„V, l« auf einem Stich des N. Poilly nach Raphael. Ern. uuroein. in. gtc]]t die Yigion deg nesekiel vor: Ilaec Visio
similüudinis Gloriae Domini Ezechielis Cap. 2. R. Durbein In.C. Errard delin. Poilly sc, fol.
3607. Robert Erbe, Maler zu Dresden, welcher sich mit Vorliebea~l .oft und Geschick der Darstellung von Geflügel und Hühner-
■yU- • °/* böten widmet. Er malt weniger in Oel als in Aquarell-farben. Auf Blättern letzterer Art fanden wir das Zeichen.
3608- Unbekannter österreichischer Maler aus dem erstenIt r 4 rm irm Deccnnium dos 16. Jahrhunderts. Passavantlt. ü. 1JU1, IOU/ hat im Kunstblatt von Schorn 1841 Nr. 104über ihn gesprochen. In Kloster -Neuburg bei Wien sind mehrereGemälde von ihm, die Ausführung scheint in Tempera zu seyn, dieaber bei der Vollendung einen Ueberzug von Oelfirniss erhalten hat.Vier von den kleineren Bildern enthalten Sceuen aus der Legendevom hl. Leopold: die Erlegung eines Ebers, Auszug auf die Jagd,Findung des Schleiers in einem Hollunderstrauch, Gründung der Kircheund des Klosters Neuburg; letzteres Bild ist 1SOI R. E. gezeichnet.Auch die ganze lebensgrosse Figur desselben Heiligen in derselbenSammlung ist R. E. tlOl siguirt. Er trägt einen scharlachrothon, mitHermelin gefütterten Mantel und hält eine Kirche. Auf Goldgrundmit eingedrückten Verzierungen. Diesem Bild scheint ein älteres zuGrunde zu liegen.
3609- R. Edward, englischer Kunstfreund, ätzte zu seinemR U iwn; Vergnügen sechs Blätter kleine Landschaftsstudien,*«.. .li. 17cvl' di 0 R.E. 1704 oder Edward 17HO bezeichnet sind,*• u. kl. qu. fol. Wir hüben das Zeichen nach dem Katalog Stornberg!V. Nr. 2127 gegeben, ob es genau ist, können wir nicht sagen, daWir die Blätter nicht kennen.
3610. Renold Elstrake, Zeichner und Kupferstecher, der in
Rr- . London unter der Regierung der Königin Elisabeth
. JL, SCUlp. leiste Er arbeitete für Buchhändler und stach Portraits,u 'e heute gesucht sind, weil sie zu den Seltenheiten gehören. Wir"ennen eine Anzahl derselben mit den Preisen aus dem Cabinet Syke».
1) Heinrich IV. in Rüstung zu Pferd. Im Gründe eine Schlacht."«». Elstrake soulp. Höchst selten. Cabinet Sykcs 18 £ 18 8b.
2) Wilhelmus Conqneslor, Rex Anijüae Dvx Normannorum.Sehr schön und selten. R. Elstrake sc. Cabinet Sykcs 3 £ 13 Sb.
8) William II. and King John. Sehr schön. Mit dem Namen.0»bfoet Sykcs 4 £ 4 Sh.
Monotrammiston Bd. IV. "" ,