Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
1005
Einzelbild herunterladen
 

K

R. Nr. 3498—3S04. 100!>

3498- Man findet dieses Zeichen auf einer Kadirung, die mant, in Holland dem W. van Mieris zuschreibt. Das Blatt stellt,-^ die Verstossung der Hagar dar und ist eine gegenseitige Oopianach Rembrandt's Blatt (1!. Nr. 30). Das /eichen ist unten rechtsaul einer Stufe, auf welche Abraham den Fuea gesetzt hat. II. 4 Z.10 li. Br. 3 X. (i l<. Wenn die Hadirung wirklich von W. van Mierisist, so haben wir sie für eine Jugendarbeit zu hallen. Der Buchstabe Rist, offenbar auf Rembrandt zu beziehen, F, Ph. van der Kellen er-mahnt im I'einlre-(jrcniir liollumlais et flamand das Blatt nicht.Vielleicht ist es eine Arbeit des jungem Franz van Mieris (1089—1703),der die Muse Frato und einige Büsten radirt hat.

3499. Unbekannter Maler. Im Cabinet Lc Brun war ein Bild

mit dem gegebenen /eichen, es Stellte eine Landschaft mitThieren dar und ward im Catalog der Sammlung auf Johannlleinr. Roos bezogen. Roos bediente sich aber gewöhnlich

eines anderen Zeichens, Gemälde seiner Hand mit einem einfachen R

sind bis jetzt noch nicht nachgewiesen.

3500- Unbekannter Formschneider, welcher in Leipzig für dieyj. Illustrirte Zeitung tbiilig war. Man findet den Namens-Initial

j\ auf einem Holzschnitt in genannter Zeitnag (1887) nach einemBild des Thioniialcrs F. Volt/ in München, eine Ileerde vor-stellend, welche bei heranziehendem Gewittersturm dem Dorfo zueilt.Der Maler deutete rechts unten seinen Namen durch die BuchstabenF. V. an.

3501- Unbekannter Maler der altdeutschen Schule. Vom Iloch-

R.~ l(i altar der Stiftskirche zu Herrenberg in Württemberg sindMO Mo noch vier Deckel mit acht Gemälden übrig, welche dasZeichen izm R tragen. Sie enthalten Scenen aus dem Leben Christiund sind von Grüneisen im Kunstblatt von Schorn 1840 pag, 41!) be-schrieben. Der Maler ist unbekannt. Die Technik der Bilder zeugt,von Gewandtheit, aber auch minderer Sorgfalt, die Filrbung streift andie Manier des Hans Schäul'clin.

3502. Ringdahl und Rosenstand, zwei schwedische Künstlerp unserer Zeit, von welchen der erste uns als Zeichner, der zweite

als Formschneider entgegentritt. Beide veröffentlichten IHIiO inStockholm einen Todtontnnz, „DVddansen", mit Holzschnitten undeinem Gedicht in schwedischer Sprache.' Die meisten dieser Holz-schnitte enthalten unten im Boden die Namens-Anfangsbuchstabender beiden Künstler oder auch nur einen derselben. Erfindung undZeichnung der Compositionen sind prosaisch und von mittclmässigcmWerth, der Schnitt zeigt zwar eine geübte Hand, aber gleichenMangel an Geist.

3503. Als Stempel auf Porzcllangefassen weist der Buchstabe Rr» auf die Erzeugnisse der Manufaktur des Fürsten von Schwarz-1/ burg-Rudolstadt hin.

3504. Bartholomäus Ignaz Weiss, Maler und Radirer zu München,i> /• geb. 1730, gest. 18l!i, hat eine grosse Anzahl geistreicher■" /• Kadirungen hinterlassen, die seinen Namen in weiteren Kreisen

bekannt gemacht und erhalten haben. Es sind meist eigene Composi-tionen, in der ihm cigonthümlichon Manier ausgeführt; manchmal hat