Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

p.

«'23. Unbekannter Kupferstecher, welcher nach der beigefüg->T"v ten Jahrzahl um 14U1 in Obcrdeutschland thätig

J^T (Q5) -(Yrrll war ' unc ^ zu l ' en au9 g cze i c hnetsten Künstlern sci-. t .' ** w ** ner Zeit gehört. Er ist bisher nur durch ein

inzjg Cs Blatt bekannt, welches sich als Unicum in der Sammlung dessuf" ?' ^' We 'S < 'l zu Leipzig befindet. Dieses Blatt ist colorirt, undeilt die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf der Mondsichel stehend

Sie

ist von vorn gesehen, wendet den Kopf etwas nach links, und ist

y . -----* .«." bUU w*w.. , .,„..,»>,. ...... ...„J,. ..„„„<, l.U^l« .....XT, UHU I».

" einem flammenden Schein umgeben. Auf dem rechten Arme hält■p das nackte Christkind, welches beschäftiget ist, etwas auf einen,* r gamentstreifen zu schreiben. Desshalb hält ihm die hl. Mutter, als

'öiinelskümKin m '* der Krone, mit der Linken ein kleines Tintenfass

,, r - Ihr voller Haarwuchs bedeckt die linke Schulter, und der weite

P'itel mit reicher Bordüre fällt in Fülle nach rechts herab. In den

j er Ecken des Blattes befinden sich je drei kleine bekleidete Engel

dp , CrtM ümlich stylisirten Wolken, und halten Spruchbänder zu Ehren

r W. Jungfrau mit folgenden Inschriften in gothischcr Schrift: /Hut«

Bw* 'J'HKli-H'u - - Pro salute fidelium — $mbt precc» ob b... Dasdes

, a « ist links beschnitten, und daher ist die Schrift des vierten Ban-

. Wc g- Nach unten links steht im weissen Rande P, rechts die obens e 'gefUgto .Tahrzahl 1451. II. 7 Z. Br. im beschnittenen ZustandeVo * L. Pariser Maass. In Naumann's Archiv IV. S. 1 ist das Blatt„ n .J. D. Passavant beschrieben, und Hr. Weigel fügte eine trefflicheP*e auf Kupfer bei, so dass das Bild in weitem Kreise bekannt wird., Passavant vindicirt diesen merkwürdigen Kupferstich der ober-

e «t8chen Schule. Die Darstellungsweise hat etwas Würdiges, selbstgjjmuthiges. Die Zeichnung des nackten Kindes verräth eine feine

°obachtung der Natur, und die Hände der Maria sind von zarter und

G'ulich schöner Bildung. Der weite herabfallende Mantel ist wohlfest Ct und in schönen, grossen Massen gehalten. Die Umrisse sind

* l > aber zart gestochen, die schmalen Schattenangaben in den Ge-be j Fn öft °rs fein gekreuzt, die Köpfe und nackten Körpertheile ha-n dagegen keine Schattenangaben. Die gothische Schrift auf den

' nicll ')ändern ist fein, schön und regelmässig; der reine Druck vonna 1 ^ c ' lwär/ c- Alle diese Eigenschaften zusammengenommen lassen^£ u Passavant vermuthen, dass dieser Kupferstich das Werk einesrötbr 8 ' un( * nicnt einc3 Goldschmiedes sei. Die Flcischtheile sindNiml ' All% Klei(1 dcr Mariil grün ' illr Mantfil l'ickroth, und beidea jj ,. Us gelb colorirt. Ebenso sind auch die Engel illuminirt. Eine.p "che Colorirung fand Passavant auch auf alten Holzschnitten von

gornsee und vom Obcrrhein.SEdü ' n neuester Zeit war der älteste bekannte und mit einer Jahr-Verseheae Kupferstich der eines durch Figuren gebildeten Alpha-