OF. Nr. 2019—2622. 801
2619. Orontius Fineus, Professor der Mathematik an der Uni-
Ol -\ versit'it in Parit und Zeichner, gest. 1582, gab
H £) p folgendes Werk heraus: Orontii Finei Delphi-nalis, liberalium disciplinarum professoris*!/ii Protomallicsis Opus uiiriitni ac scilu non minus utile quamRundum, nunc primum in lucem emissum. Parisiis anno lö.VJ,. 0| > Die in Holz geschnittene Titeleinfassung stellt in der oheren~ e lste den Herkules mit der Hydra vor. Unten in Mitte der LeisteL 'nt: Hanc Author proprio pinijebat marle fiyuram. Daraus kann5*1 schliessen, dass Orontius die Zeichnung zur architektonischen^'"iassung gefertigt habe, links unten am Piedestale ist aber derJlchstabe L IV. No. 8.'i7 eingeschnitten, worunter wir den Formschnci-^ cr vermuthen. Die Buchstaben 0 /*' findet man auf einer Bordüre?" vier Leisten auf Blatt C C. !i. Die Hauptfigur besteht unten in®Jnem Ziehbrunnen, oder richtiger in einer hydraulischen Uhr, mit der««ftschrift: TEMPORA LABVNTVR MORE KLVENTiS AOVAE. In,'' r oberen Leiste sind mathematische Instrumente angebracht, und sie°"imt unch einzeln im Werke vor. Die Seitcnleisten enthalten Orna-pnte mit kleinen Figuren, darunter zwei Satyrn. Links unten in der''"'assuiig steht der Buchstabe 0. rechts F. Auf zwei kleineren Leistene hen die zweiten Buchstaben. Die eine stellt mathematische Instru-c »te vor, die andere zeigt zwei in Laubwerk ausgehende Sirenen,, e 'che ein Wappenschild halten. Das Wappen ist jenes des Dauphin,., rei Lilien mit dem Delphin vorstellend. Der Buchstabe O ist links,?! rechts. 11. 10 1,. Br. BZ. 10 L. Dann enthält dieses Werk auchne Vignette mit einer viereckigen Verzierung von Arabesken, in wel-"J er der Buchstabe O eingeschnitten ist. Ob die Buchstaben 0 F ein-? .'Schnitten, oder durch eingesetzte Typen entstanden sind, bleibt da-rgestellt.
Wol i • tMOSCI " Buch ist e ' n g r °sscs in Holz geschnittenes Bildniss,vj. 1 ' 1 jenes des Orontius. Er sitzt rechts, und Urania steht gegenüber.zu 6S | S ^' att; ' st oft,U! Zeichen. Dass aber 0. FinC die ZeichnungendV. ''|! usl ™tion gefertigt habe, beweist die Schrift auf der RückseiteB '.Titels: — — quae quidem omnia decenlibus ßyuris ab ipsometUl 'i°re depieiis — sunt illuslrala.
*620. Odoardo Fialetti, Maler und Radirer, ist oben unterU. p dem Monogramm No.2617 eingeführt, und wir verweisen aufy ' jenen Artikel. Die Initialen findet mau auf einem Blatte mit
o n " s und Amor 1588. Die Buchstaben stehen am Köcher des Amor.• (l ' £<• 2 L. Br. 4 •/,. 4 L.
21- Orlando Fiacco, oder Flacco, wird von Vasari als Bild-nissmalor gerühmt, er hinterliess aber historische Ge-mälde in der Weise des Oaravaggio. Auf solchen Bil-dern kommen die Initialen vor. Man findet deren initalienischen Samminngen.
Y.
Orazio Fontana von Casteldurnntc gehört zu den berühm-
V\ testen Majolieanialeni seiner Zeit. Er arbeitete um 1Ü40\ für die herzogliche Manufaktur in Urbino, und lieferteWerke, welche sich durch Schönheit der Form und durch| grossen metallischen Glanz der Karben auszeichnen. Dievon ihm bemalten (lolässe und Platten winden an hoheFürsten verschenkt, und daher findet man deren fast nurin Ständigini Cnbinetion. In der Sammlung von Straw-berry Hill in London bewundert mau zwei prächtige VasenMonoKrmunmton Bd. IV. Sl