762 NL. Nr. 2456—2461.
No. 539—554 beschreibt dieser Schriftsteller die im Musee du Louvrcbefindlichen Werke des Künstlers.
2456. Unbekannter Knpferstecher, welcher im 1 6. Jahrhundertin Venedig gelebt zu haben scheint. Man findet ein sehrroh gestochenes Blatt mit der Ansicht der Piazetta in Venedig
mvon der Wasserseite her. Die Standsäulen des hl. Theodorund des St. Marcuslöwen sind vertauscht. Auch der Glockcn-thurm ist auf der falschen Seite, und hat nebenbei die In-
schrift : Campanil di S. Marco. Auf dem Platze (La Piazza) scheintder Doge getragen zu werden. Das Monogramm könnte nur ein Waaren-zeichen seyn. H. 5 Z. Br. 8% Z.
2457. Unbekannter Kupferstecher, welcher gegen Ende desr t 15. Jahrhunderts in Deutschland lebte. Man findet ein ziemlich
*"* roh gestochenes Blatt mit der Darstellung einer Jagd. Linkspacken zwei Hunde einen grossen Eber bei den Ohren, und reissenihn rücklings nieder. Von rechts her kommen drei Jäger mit anderenHunden, der eine hat aber bereits dem Thiere den Spiess in den Leibgestochen. II. 2 Z. 6 L. Br. 3 Z. 10 L.
2458. Nicolas Loir, Maler und Radirer, geb. zu Paris 1624,%r gest. 1679, ist im Künstler-Lexicon eingeführt, und wir haben
-'*-' • nach Robert-Dumcsnil III. p. 184 die radirten Blätter diesesMeisters verzeichnet. Das Monogramm ist gewöhnlich mit dem Namenverbunden, und nur auf einem Blatte kommt dasselbe allein vor. Esstellt die Rückkehr der hl. Familie aus Aegypten vor. Maria, fastwie eine Nonne gekleidet, führt in der Mitte den kleinen Jesus ander linken Hand, und hält mit der rechten das Gewand. Rechtshinter ihr folgt Joseph, und links leitet der Engel den Esel. DenHintergrund bildet Landschaft. Rechts unten ist das Zeichen. H. 7 Z.10 L. Br. 4 Z. II L.
Robert-Dumesnil kennt dieses Blatt nicht. Auf anderen Blätterndieses Meisters kommen die Buchstaben N L und N LIF vor.
2459. Nikolaus Longerich, Münzmeister in Düsseldorf 1680,-\j -v tt in Bonn 1686, 1693 und 1694, in Cöln 1699 und 1700,J\L_/ IN i_< dann iG88 auch für Dortmund und Essen vereidet,fügte auf Stempeln das Monogramm, oder die Initialen bei. Man findetbeide Zeichen auf Münzen des Pfalzgrafen Johann Wilhelm von derPfalz und Herzog von Jülich und Berg von 1682, 1689 und 1690.Die beigefügten Zainhacken deuten den Münzmeister an.
2460. N. Lauterer, Landschaftsmaler, geb. zu Wien 1700, gest.T^r t 1733, war Schüler von Joseph Orient, und hinterliess schöne1\. J.v. jjji,j er ;,, (j er Weise desselben. In der Gallerie zu Wiensind zwei Landschaften von seiner Hand. Auf etlichen Bildern kom-men die Initialen vor.
2461. Nardon Penioaud von Limoges ist der erste Emailmalcr,|<J L welcher auf Limousinen seinen Namen beifügte, und er hat
' vielleicht die Emaillerie von Limoges ins Leben geruten.Ueber ihn hand< lt Graf L6on de Labordc in den Notices des emaiispag. 147 ausführlich, und zählt auch die Werke dieses Meisters imMus6e du Louvre auf. Auf einigen Emaillen kommen die BuchstabenN L vor, und man muss Nardois Limousin lesen. In der CollectioOCarrand ist ein Triptychon mit Christus zwischen Maria und Johannesauf einem architektonisch gezierten Grunde im Uebergangsstyl von dergothischen Periode zur Renaissance zwischen den Jahren 1485—IK10.