746 N E - N F. Nr. 2381—2387.
2381. unbekannter Zeichner, welcher in der zweiten Hälfte
Mdcs 17. Jahrhunderts in Frankreich lebte. Das Monogrammkommt auf Blattern mit Goldsclunicdsmustern auf schwarzemGrunde vor. Sie sind von Pierre Nolin gestochen, über welchenwir unter P I\ handeln.
2382. Christoph Nathe, Landschaftsmaler und Radirer, geb. zuNieder-Bielau bei Görlitz 17!i3, gest. 1808, hinter-
.rj-i tp Hess eine Folge von 48 radirten, und auch in Aqua-/-. rvln^nnb tinta übergangenen Blättern verschiedenen Formats.Auf dem Titelblatte steht: Sammlung radirter Blätter von (folgt daserste Zeichen). Auf anderen Blättern dieser Sammlung findet man (laskleine Monogramm, welches aber auch verkehrt erscheint, mit K links.
2383. Johann Christian Nether radirte mehrere Blätter nachNvth />> 1 770 Zeichnungen von Norblin de la Gourdaine. Einnan. \e. i//y. k i einns Iilatt mit der Abbreviatur stellt einensitzenden Bettler vor.
2384. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälftea -r^ des 10. Jahrhunderts in Italien lebte. Er copirte ein Blatt von-I N Marc Anton, welches Adam und Eva unter dem Lebensbaumevorstellt. Erstercr steht links und hält zwei Acpfol. Auf einem Täfel-chen steht der Name des Michel Angelo, die Composition ist aber vonRafael, kl. fol.
Bartsch XIV. p. 3 beschreibt dieses Blatt ebenfalls, gibt aber dasMonogramm ungenau. Ileinecke (Nachrichten &c. II. S. 370) sprichtsich für Niccolo da Modena aus, welchem aber das Blatt nicht angehört.
2385. Unbekannter Radirer. welchen man mit Philipp Wouveiman"NV in Berührung bringen wollte. Das geistreich behandelte undl\" seltene Blatt mit diesem Zeichen stellt ein Pferd in Profil nachlinks vor, wo zwei Bäume bis an den oberen Rand reichen. Am Fusseder Bäume ruhen zwei Männer, wovon der eine vom Rücken gesehen istAuf dem Hügel rechts ist eine Ruine, und das Zeichen links unten.FL S Z. 6 L. Br. 7 Z. 1 L.
Im Catalog Busequcns No. 11!>7 wird dieses Blatt dem PhilippWouvermau zugeschrieben. Ilrulliot I. No. 2024 glaubt, dass ursprüng-lich der Buchstabe W einradirt gewesen sei, aus welchem dann dasMonogramm gebildet seyn dürfte. Man kennt aber keinen Abdruckmit W, und es ist auch nicht ausgemacht, dass das Blatt dem PhilippWouverman angehöre.
2386. Nicolas de la Fage, Maler und Radirer, war um die MitteT\1T "eJT' des 17, Jahrhunderts in Paris thätig. Seine Lebensverhält-l\| . N 1 nisse sind unbekannt, man darf ihn aber nicht mit Raymondde la Fagc verwechseln, wie es geschehen ist. Robert-Dumesnil III-p. 91 beschreibt sieben radirte Blätter von seiner Hand, welche seltenvorkommen, und mit jenen Raymond's nichts gemein haben. Er nahmzu wiederholten Malen die Madonna mit dem Kinde zum Gegenstandder Darstellung. Auch Bildnisse scheint er gemalt zu haben. J enei j.der Königin Louise Maria (ionzaga von Polen hat er auch radirt. Aulein paar Blättern kommt das Monogramm vor.
2387. Unbekannter Formschneider, welcher im 16. Jahrhundert■r thätig war. Wir haben ein schönes Bildniss des Herzogs LudwigIIP . von Bayern, Pfalzgrafen bei Rhein, Büste mit den Händen, mder einen den Handschuh haltend. Das F im Monogramm hängt viel-