Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
740
Einzelbild herunterladen
 

740 NBS-NC. Nr. 2349-23S1.

2349. Natale Bonifacio, Kupferstecher von Sebenico, kommt■NR* C V ' )Cle ' ts unter dem Monogramm NB No. 2323 vor, nml

I Nj O'' f daher beschränken wir uns nur auf das Blatt mit diesemZeichen. Es stellt die Anbetung der Hirten nach Taddeo Zuccarovor, gr. fol. Zani schreibt diesen Kupferstich dem Nikolaus Beatrizetzu, erkennt aber darin eine Copio nach C. Cort. An Beatrizet istnicht zu denken, da dieser Meister in einer anderen Manier arbeitete,und älter als Bonifacio ist.

2350. Nicolas Chesneau, Buchdrucker, und wahrscheinlich auchS- \ Formschneider, war von 1HS0—1583 in Paris thätig. Sein

Emblem stellt einen Eichbaum vor, um dessen Wipfel einBand geschlungen ist mit dem Motto: CONCORÜIA VISNESCIA VINCI. Am Stamme windet sich eine Schlangeempor, die mit dem Schwänze einen Bündel Pfeile zusammen-hält , auf welche der unter dem Baume stehende Mann deutet. Aufdem Steine links am Baume ist das gegebene Zeichen. Das Signetmit letzterem kommt auf dem Titel von Druckwerken im grossen For-mate vor, wie auf dem Titel zu: Erasmi Adagiorum Chiliadesquatuor —. Parisiis, JV. Chesneau 1579, fol. Die Octavbände habendasselbe Signet in kleinem Formate, nach welchem sich auch die Grösse!des Monogramms richtet. Man findet aber auch Vignetten in Druck-werken mit demselben Monogramme um die Hälfte kleiner. Eine solchestellt in Friesform das französische Wappen zwischen Gruppen vonallegorischen Figuren vor. Unter dem Wappen ist das Zeichen. Aufmehreren Holzschnitten in den von Chesneau gedruckten Büchern kommtdas Monogramm vor, und man kann daher annehmen, dass er sie selbstgefertigt habe. Auch die Initialen NC fügte er bei. Proben seinerKunst enthalten die Heures de Noslre-Dame ä V usage du Mans.Paris, Nicolas Chesneau, rue Sainl-Jacques au Chesne verl tö'^,gr. 8. Die grösseren und kleineren Holzschnitte dieses Werkes sindvon schlechtem Geschmacke. Der Künstler wetteiferte mit dem Kupfer-stiche, und brachte Krcuzschraffirungen an, welche das Bild überladen.Die kleinen Vignetten sind einfacher behandelt. Wir kennen keinenFormschneider, welcher damals in Paris ähnliche Versuche gemachthat, und somit fallen sie wohl auf Rechnung des N. Chesneau.

Ein Meisterstück der Formschneidekunst ist in dem von Chesneaugedruckten Werke des Jehan Boulaese: Le Thresor et entiere hisloircde la Iriomphante victoire du corps de üieu sur Vesprit malinq deBeelzebub, oblenue ä Laon Van 1500, recueillie des actes public*— — 1570, 4. Das Blatt, welches den wunderbaren Exorzismus vor-stellt, ist eben so gut gezeichnet, als geschnitten, eines Jean Cousinwürdig, fol. Ob man es dem N. Chesneau zutrauen darf, bleibt dahin-gestellt. Es erschien schon 1873 in dem Werke: Abregte hisloiredu grand miracle par .... J. C. en In sainle Hostie du sacre-men'l de V aulel fait ä Laon en 1500 avec sa carte representantle lout au vif. Paris, chez Thomas Belot, kl. 8.

In S. Müuster's Cosmographey, Paris chez Michel Sonnius 1575,ist ebenfalls ein Holzschnitt mit dem Monogramme. Er stellt einenheiligen Bischof mit Kreuz und Buch vor. H. 1 Z. 8 L. Br. i Z. 3 L.

2351. C. Nolin, Maler, hielt sich I83Ü in München auf, und

_^t- brachte da ein Gemälde zur Ausstellung, weichet nach

7&/x\J 'bS^ Goethe das Klärchen beim Spinnrocken in Verzweiflung

über Ihre Lage vorstellt, Neben ior sitzt eine schwarze

Katze. Auf diesem Gemälde kommt das Monogramm vor. Wir haben

keine weitere Nachricht über diesen Künstler.