Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
704
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704 MW. Nr. 2253—2256.

2) Das Bildniss des Philipp Melanchton in ähnlicher Einfassung,und Gegenstück zu obigem Watte. Mit dem zweiten Monogrammeund der Adresse: Lipsiae Excudebat Wolff Meyerpeck.

3) Dr. Martin Luther in starker Büste mit den Händen. Um dasOval die Schrift in Majuskeln: Pestis eram vivus moriens ero morsIna papa. In der verziejrten Einfassung sind oben rechts und linksdie allegorischen Figuren der Religion und der Hoffnung, unten rechtsin Verzweiflung Duns Scotus und Thomas von Aquin, links der Papst,ein Bischof und ein Cardinal in Trauer. Im Cartouche in der Mitteunten ist ein Mönch, wie er dem Papst die Tiara vom Kopfe geworfenund nun mit dem Stricke auf ihn schlägt. Unter dem Bildnisse istdas zweite Zeichen. H. 10 Z. 5 L. Br. 7 Z. 10 L.

Holzschnitte.

4) Darstellungen aus dem Leben Jesu in ornamentirten Rundenmit ausgefüllten Ecken. Durchmesser der Rundung 3 Z. 8 L. In denEcken sind Medaillons mit biblischen Figuren. H. 3 Z. 11 L. Br.SZ. 3 L.

Das Blatt mit der Anbetung des Jesuskindes durch die Hirtenfinden wir in der Postille von G. Munt. Freyburg 1811.

2253. Unbekannter Formschneider, welcher in Wittenberg ge-oMfa lebt zu haben scheint. Blätter mit seinem Zeichen findet

•-WC. man in der illustrirten Bibel, welche 1555, 1557 und 1558bei Hans Lufft in Wittenberg erschien. Christ wollte das Monogrammdem Anton von Worms zuschreiben, die Holzschnitte haben aber mitjenen dieses Meisters keine Analogie, und sind geringer. Das Blattmit dem Zeichen stellt die Beerdigung des Jakob vor. Auf dem Sargesteht: IACOB, und auch das Künstlerzeichcn kommt darauf vor. Linkssind zwei Grabsteine mit den Namen des Abraham und Isaak. H. 4 Z.4 L. Br. 5 Z. 1 L.

2254. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des17. Jahrhunderts thätig war. Er gehört der Schuledes Johann Baptist Weenix an , denn man findet Ge-mälde in der Weise dieses Meisters. Vielleicht handelt

es sich um ein unbekanntes Mitglied der Familie desselben.

2255. Unbekannter Maler, welcher der alten fränkischen Schuleangehört. Vor ungefähr 3(i Jahren kamenin München Gemälde mit religiösen Dar-stellungen zum Vorschein, in welchen

— . der Einfluss des Michael Wohlgemuth

/ S / / unverkennbar ist. Man wollte die Bilder

/ */ / / diesem Meister zuschreiben, musste aber

gestehen, dass sie höchstens einem Schüler desselben angehören könnten-Wir möchten glauben, dass der Meister M W mit Michael Winter, demMonogrammisten itf W No. 2239 Eine Person sei. Wo sich jetzt dieBilder mit dem gegebenen Zeichen befinden, wissen wir nicht.

2256. Unbekannter Zeichner, und wohl auch Formschneider,

welcher vermuthlich in Nürnberg thätigwar, und zwar um 1500 Holzschnittemit M W erschienen bei Hans Weygd inNürnberg. Auch die Adresse des MartinWeygel in Augsburg kommt vor, wlkönnen aber nicht annehmen, dass sie

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