Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
687
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MSM — MT. Nr. 2175-2ISO. 087

2175. Unbekannter Kunstsammler früherer Zeit, welcher oinc— ■ bedeutende Anzahl von Zeichnungen und Kupferstichen

|\i35k /[" I zusammengebracht hatte. Zum Zeichen des BesitzesIYsBtJL I druckte er einen Stempel auf, welcher demnach nichtI die Initialen eines Künstlers enthalt.

2176. Martin Schaffner von Ulm bediente sich öfter eines ausAA n aa (~\ \ /MS bestehenden Monogramms, welches

/V\ \ /V\ W/ wir No. 2187 gegeben haben. Die Buch-' » O / V J V gtaben MSMZV beziehen »ich eben-1a 'ls auf diesen Künstler. Es ist Martin Schaffner Maler Zu Vlmzn - lesen. Man findet sie auf dem Bchonen Gemälde ans der Sammlungdes Fürsten von Wallerstein, welches In der Gallerie zu Nürnbergeine Stelle fand. Früher schrieb man es dem Martin Schongauer zu,Dass sich die obigen Buchstaben auf M. Schaffner beziehen, unterliegt«6inem Zweifel, denn es kommt anf Gemahlen auch die Inschrift:Martin Schaffner ze Vlm vor.

«177. Massimiliano Soldani, Medailleur und Giesser, kommtoben

^- SOLI) 1 unter den Initialen M. S. und M. 8, F. vor, und wir

M SOmV V ( verwe ' son auf jene Artikel, Der Künstler wechselte

• -J auf seinen grossen Medaillons mit der Bezeichnung,

s " dass der Revers die Initialen, und der Avers die Abbreviatur M. SOLU.

enthält, wie bereits bemerkt. Iler Medaillon mit dem geharnischten

Brustbilde des Grossherzogs Cosinus [II, von Florenz hat die zweitells ' ( 'hriit. Auf dem Revers ist ein antiker Tempel vorgestellt, in

welchem eine gekrönte Frau Sitzt. Vor ihr steht ein Feldherr.

«178. Martin Spilberger oder Spillenberger, Landschaftsmaler

"• SjpM, jfec; ) ulu ' Kupferstocher, ist, unter dem Monogramm MSNo '-H.'i eingeführt, und wir verweisen auf jenenArtikel. Die erste Abbreviatur findet man auf einem

Äf. Spillen fec ^ ^° '*'*'' ( ''"K , ' , "' n ' 1 ■ l,m ' wir verweisen auf jenenM Sitil f ' Artikel. Die erste Abbreviatur lindet man auf einemb. "' ' ' < ' t '• ) radirten Blatte, welches ein prächtiges Gebäude mit

Q*' uen und Pontainen vorstellt, kl. fol. Ein*anderes Blatt hat das

j 1 er Afral .....i8 zum Gegenstände, .loh. List. ine. et pin.r. MSpiIn fec.

: ll,l 'i' mit der Abbreviatur M. Spil. sind im Künstler-Lexicon ver-zeichnet.

2179.

Carl Heinrich Fürst zu Stolberg ist den Kunstfreunden

durch einige radirte Blätter bekannt, (leren wir im Künstler-■ . ''/) Lexicon XVII. S. 397 verzeichnet haben. Eines dieser Blätter

., m Hinrissen radirt, in Tuachmanier ausgeführt, und stellt einen( ,''"n vor, welcher einer Gruppe von fünf Figuren den Inhalt seines-! ,c KKasten8 erklärt. Er halt auch einen grossen leeren Zettel in derk 6 j n< Das Namenszeichen bemerkt man unten gegen rechts, und es«■eiltet: Mechau et Slolberq. Von Mcchau ist die Zeichnung. 11.:!/.1 ''• Br. !i Z. U L.

, . A""' Martin Treu nennt Christ einen Kupferstocher, dessen

m- M4g Blätter aus der Zeit von IS40—1S43 stammen, Christ/|\ deutete das Monogramm nicht zuerst, sondern beruft.4o'i^\\ sich auf die Tradition. Man findet aber keine Nach-i-^ 4^ riebt über einen Martin Treu. Aus Ansbach stammtN/V der Mathematiker Abdias i'rew oder Titii, doch hatheriTn ■ er keinen Verfahren Namens Martin. Auch in Kam-

18 |. | ', U ' '''"° Künstlerfamilie Treu, sie reicht aber nicht über dassächsi i' binauf. Her Monagrammist gehört wahrscheinlich derscheu Schule an. Seine Blatter erinnern im Style au 11. JJrosamer,