668 MR-MRF. Nr. 2111-2117.
2111. Martial Raymond, Emailmaler in Limoges, ist unter demTir U Monogramm IHR No. 4098 eingeführt, und wir verweisen aufm1, jenen Artikel. Man findet Emaillen mit MR.
2112. Unbekannter Medailleur oder Münzmeister, welcher vomfjr p sächsischen Note beschäftigt wurde. Die Initialen findet man
auf dem Revers einer .Medaille des Herzogs Johann Ernst zuEisonach von 1633. Zasammengehangt sind die Buchstaben auf derStcrbemcdaille des Herzogs Johann Casimir von 1(533. Das spätesteDatum trägt ein mit M R bezeichneter Thaler des Herzogs FriedrichWilhelm von Altenburg, welcher 1672 geprägt wurde.
Schlickeyscn nennt den Münzmcistcr Martin Reimann, welcher von1633—1630 an der Münze In Coburg thfttlg war. Ein jüngerer Münz-meister dieses Namens stand von IGK8-1672 der Münze in Saalfeldvor. Vielleicht sind die genannten Gepräge unter der Amtirung dieserMünzmeister entstanden.
Dann findet man eine einseitige Medaille mit der Legende: D eConflance de detix sous. Sie ist MR gezeichnet, und von Henninpl. 'i'l No. 344 erwähnt.
2113. Matthäus Rembold, Kupferstecher, war um 1680^-1680 W
Ai P r Al */? ^'"' '""' ''' t "" Stuttgart thätig. Er stach Bild*/ \ lA,^/ V JXi uisse und architektonische Ansichten. Letztere findetman in ,T. Fnrtcnhach's Archileclura Vniversalis. Vlm 1035, &>'•Auf solchen Blättern kommen die Initialen vor.
2114. Melchior Retterl, Maler, war in der zweiten Hälfte des-*.(-> 17. Jahrhunderts thätig, ist aber nach seinen Lebensver-
M U hältnissen unbekannt. Er malte Genrebilder, welche ent-' ' ' V. • fernte Aehnlichkeit mit jenen Bildern haben, welche derSchule des Palamedes angehören. Wir sahen ein Gemälde von ihm»welches einen in einer Landschaft sitzenden Lautonspieler vorstellt)und mit M. R. bezeichnet ist. Eine Zeichnung stellt ein sitzendesjunges Mädchen am Eingänge des Gartens dar, und ist ebenfalls nnden Initialen bezeichnet. Das Gegenstück, ein junger Mann vor derGartenlaube, trägt den Namen d s Künstlers. Die Zeichnungen sindmit der Feder umrissen und leicht ausgetuscht, 4.
2115. Unbekannter Töpfer, welcher um 169S in Norddeutschlandvf n n thätig war. Wir wissen von einem weissen Krug, welcheivi. i\. D. nijt cjn(n . Lnildg( , naft in B i au geniert ist. Er fand sien
IH.'i8 in Breslau vor.
2116. Matthfins Rambauzek, Maler in Chrudim, war gegen Ende
MD T3 \t l- i? irno des 16. Jahrhunderts thätig. In % eR. B. Malerz /'. liO.i. Stndtkil ,. ll0 z „ rjhrudim ist ein G*
mälde. welches Christus vorstellt, wie er die Kleinen zu sich rtj ■Dieses Gemälde hat die gegebene Inschrift, und es wird nicht
einzige soyn.
Reginald Möhnen gehört zu denjenigen deutschen M» lcl £oder Zeichnern, deren Namen man in keinem KünsLexicon findet. Das Monogramm steht auf einer braübertuschton Federzeichnung von 1685. Dieses Blatt s>» jc _eine weibliche Heilige vor, welche unter militärischer 'gleitung auf den Richtplntz geführt wird. Sie steht mit gebuode»Händen, und schon macht ein Henker die Zangen heiss. AulZeichnung ist auch der Namo des Künstlers beigefügt.