660 MR. Nr. 2087—2090.
Brulliot IL No. 2040 nennt auch eine Copie des Blattes von AlbrechtDürer, welches den hl. Christoph mit rückwärts gekehrtem Haupte vor-stellt, B. No. 51. Im Unterrandc steht: S. CHRISTOPHORE, undrechts die Buchstaben M. Q. H. 4 Z 3 L. Br. 2 Z. 9 L. Heller nenntdiese Copie ebenfalls, er gibt aber die Buchstaben M L. Q. an. Brul-liot bestimmt M. Q. Wir haben die Copie nicht gesehen.
2087. Marc Reinhart, Briefmaler von Strassburg, gründete 1477,t. in Lyon eine Druckerei, aus welcher bis 1498 Bücher mit►+< Holzschnitten hervorgingen. Darunter ist ein Gebetbuch
V/D mit dein Aderlassmann an der Spitze. Dann folgen biblische_T\7y Bilder, Todtontanzsccnen und in den schönen Verzierungen/ kommen meist Spiele vor. Der Titel lautet: $0« no(lri &«"mint frbiii nfu; ; ccclcfie romnne »rnicuj multia | ctiraitniB ineiptunt fclicttcr.Auf dem Titelblatte ist das gegebene Zeichen auf dem Buche des ge-flügelten Löwen des hl. Marcus, Anspielung auf den Namen des M-Reinbart Das Gebetbuch erschien 1490, kl. 8.
2088. Unbekannter Formschneider, welcher um 1K47 in Witten-berg gearbeitet zu haben scheint. Bartsch P- g r -IX. p 186 erwähnt von ihm das Bildniss des Kai-sers Carl V. , halbe Figur in Profil nach rechts,gibt aber das unten links in der Nische ange-brachte Zeichen falsch, indem es nicht aus RAbesteht. Bartsch hatte auch ein oben beschnittenesExemplar vor sich, indem das Blatt folgende ge-druckte; Aufschrift hat:
Abcontrafaclung Kayser Carols des fün/ften. j In der Belage?'ung von Wittenberg. Anno. XLVIl. i im Monat des Mayens. ObnflInschrift H. 11 Z. 3 L. Br. 8 Z. 10 L.
Brulliot App. I. Nr. 330 glaubt, dieser Meister könne Reiber od* 1Reihstein heisseu; allein der Reiber auf dem Steine könnte auch einenMaler M. R. bedeuten, welcher zur Zeit der Bedrängniss Wittenberg 9Müsse genug hatte, das Bildniss des Kaisers in Holz zu schneiden'Die alten Maler waren nicht so vornehm, duss sie es unter ihrer Würdehielten, selbst in Holz zu schneiden, wie Bartsch glaubte.
2089. Maria Beatrix Eleonora von Este wurde den 21. $° v :1673 die Gemahlin des Königs Jakob IL von England, unauf sie bezieht sich das gegebene Zeichen. Man findet eauf dem in Schabkunst behandelten Bildniss derselben. *"
AyD halber Figur nach rechts gewandt, trägt sie einen Pcrlc"-1 i\_ schmuck im Haare. Rechts oben ist das Monogramm " cFürstin, und unten jenes des Abraham Blooteling. II. .'S Z. •*£Br. 4 Z. (! L. Dieses äusserst seltene Blatt wird dem Blooteling •»"geschrieben, es stimmt aber im Korn, und besonders in der Gewandundoch nicht ganz für diesen Meister. Man vermuthet daher, dass sidie Kürst in in der Schabkunst versucht, und dass Blooteling nur nacgeholten Indien könnte. u f
Ein ahnliches Zeichen mit der Jahrzahl 16114 kommt auch >dem von Peter de Jode nach A. van Dyck gestochenen Bildnisse ■Königin Maria de Mcdicis vor. In beiden Fällen ist Maria R^9 lzu lesen.
2090. Hans Vredeman de Vriese, Architekturmaler und Zeich»^IS. 7T} ein volll 'ndctrr Meister des Renaiatance-Styles nach <IVtTX M,,ster d( '8 Franzosen Ducerceau, geb. zu LeeuW»r" ^
IVIVj 1327, behauptet im Künstler-Lexicou eiuen ausführt