608 MK. Nr. 1948-1953.
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1948. Martin Köber, Maler von Breslau, gehört zu denjenigenKünstlern des l(> Jahrhunderts, deren Namen in Vergessen-heit geriethen. Der Historienmaler Alexander Lesser inWarschau berichtet uns von einem schön und sorgfältig
7 j~ OJ. behandelten Bildnisse des Königs Sigmund III. Wasa vonPolen auf Kupfer, mit in Gold aufgetragenen Verzierungen. Es ist dieSchrift beigefügt: Martinus Köber Ro. Kei: Mai: underthänigslerbefreiter Maler von Breslau, verfertiget zu Warschau den 30. Aprill
169t. Bei den Missionären in Krakau ist ein lebeusgrosses Bildnissdes Königs Stephan Batory auf Leinwand mit dem Monogramme be-zeichnet. Man erkennt es ebenfalls als Köber's Werk.
1949. Unbekannter Bildhauer, welcher den bayerischen Meistern/ *) 8 0\ zuzuzählen ist. In der Kirche zu Jakobsberg bei Aililing
ixrj ist ein ausdrucksvolles Basrelief in gebranntem Thon, wcl-_/ IX. dies die Kreuzigung Christi vorstellt. Links steht Mariamit Johannes und den heiligen Frauen in tiefem Schmerze, rechts er-scheint Pilatus zu Pferd, und neben ihm würfeln die Soldaten um dasKleid des Herrn. Unten bemerkt man das Monogramm mit der Jahr-zahl. Das Belief ist 8'/ t F. hoch, und 2 F. breit.
1950. Johann Michael von Knapp, k. Hofarchitekt in Stattgart,
lebte mehrere Jahre in Rom, und arbeitete da mit J. (J. (jutonsolmein Werk aus: Denkmale der christlichen Religion oder
Sammlung der ältesten christlichen Kirchen — —. Rom Itf2'2, gr.
fol. Auf Blättern dieses Werkes kommt das Monogramm vor. Mau
findet es aber auch auf Zeichnungen des Meisters. J. M. v. Knapp
starb zu Stuttgart 1801 im 71. Jahre.
1951. Johann Caspar Mörikofer, Medailleur, geb zu Bern 1733,M£ gest. 1790, binterliess mehrere schöne Gepräge mit Bildnissen)
auf welchen das Monogramm vorkommt. Auch I.C. M. IC zeich-fKF nete der Künstler.
1952. Marcus Krafter, Kunstliehhaber in Augsburg um 1S90,A/\ besass eine reiche Sammlung von Kupferstichen, und copirte mit
/Kl Vorliebe Blätter von A. Dürer mit der Feder, Hier handelt essich um eine Copie im Kupferstich nach dem Blatte, welches BartschNo. 9'.t unter dem Titel: Les off'res d'amour, beschreibt. Es Stell'einen alten bärtigen Mann vor, welcher ein junges Mädchen um denLeib fasst, und in die Tasche greift, um sich durch Geld den abge-wandten Blick zuzuwenden. Man glaubt, Dürer habe den alten Bert-hold Tücher und die Anna Pünzing im Sinne gehabt. Das Blatt ist vonder Gegenseite copirt, es fehlt aber ein Theil der Landschaft. II. 4 Z.9 L. Hr. 3 Z. 7 L. Heller beschreibt diese Copie nicht.
1953. Moriz Kellerhoven, Historien- und Bildnissmalcr, geb. BU
X Altenruth im lierg'schen 17!>8, gest. als Pro-
LY A(iA feisor m der Akademie in München 1830, hinter-
S'l\. / y0l\s Hess mehrere radirte, und dann auch in Aqna-
\AP f — 0* /.. tinta getttzte Blätter, welche Beachtung ver-J'*i\j /T'/ 7 ' di(?nen - Im Künstler-Lexicon haben wir 23 BlätterV S verzeichnet, doch ist nur ein Theil mit dem Mo-nogramme vorsehen. Eines der schönsten Blätter, das Brustbild einesKapuziners mit dem Stocke nach R. Mengs, erschien anonym. II. 8 Z.Br. !J Z. 7 L.
Weiter nennen wir:
1) Das Bildniss des Wolfgang Dillis. Rechts in der Eckc^ dasMonogramm mit der Nadel geritzt und i7ö4. H. 8 Z. Br. 1 Z. 3 L-