002 MICH. Nr. 1930-i933.
der Name gewöhnlich nicht. EneaVico fügte ebenfalls die Abbreviaturbei, sowie man sie auch auf Stichen von unbenannten Meistern findet.Die Copisten behielten ebenfalls den abgekürzten Namen bei, wie LucasKilian auf dem Blatte mit der berühmten Pictä. Zu den Copisten ge-hörte auch Johann Episcopius. In seinem Werke sind Abbildungen vonStatuen.
1930. Michael Philipp, Maler, hatte einen gleichnamigen Sohn,Mich. Phil, seniur pmgebat \ welcher radirte und gestocheneMich. Phil, junior fecit 1GH7. Blätter hinterlassen hat, auf wel-
■ i ,. . , . > eben die Abbreviatur des Namens
mich. pln. irm. fent. vorkommt. Sie sind im Künstler-
Mich. Pld. [culpsit, J Lexicon verzeichnet, und wir ver-
weisen auf den betreffenden Artikel.
1931. Michele Giambono und Zambono wird gewöhnlich jener
MIPHAITI i'* n n nnr . Piyit Meister genannt, dessen Bild inMit HA EL danBono HXIT. der k ]f b Akiulcmie M Venedig
die gegebene Inschrift tragt Es stellt den Heiland mit vier Heiligenvor, und gibt in dein eigenthumlichen Idealismus einen Schüler des1<. Yiv.'irini kund. Antonio Viviani hat dieses Gemälde für Zanoto'sPinacotheca de.lla I. R. Arcademiu Veneta gestochen. In der Capellcde' Marcolini in S. Marco zu Venedig sind Mosaikbilder nach Zeich-nungen dieses Meisters, und die Lokalschriftsteller schreiben sie einemMiclicle Zambono zu , worunter sicher Ganhono zu verstehen ist. DieCharaktere der obigen Inschrift sind in älterer Eorm. Der BuchstabeM gleicht jenem im Namen des Hans Memling, welcher für //genommenwurde. Wir haben dosswegen unter H ein Facsimile gegeben. Gan-hono blühte um HiOO.
1932. Michele Lambertini, der Schüler des Lippo Dalmasio,
MICHAEL MATTE1 MCCCCLXVI1. Set£"i!
der Pinakothek zu Bologna ist ein Theil eines Altares aus dem Klostervon S. l'ietro Martire zu Bologna. Das Hauptbild stellt den Leichnamdes Herrn im Schoosse der hl. Mutter vor, und der Künstler fügte dieoMge Inschrift bei. Drei ander« Gemälde der Pinakothek stammenaus der Oapelle Renghieri in S. Martino zu Bologna. Auf oinem dieserGemälde steht: MICHAEL MATT El 14(17. Im Künstler-Lexiconkommt dieser Meister unter dem Namen Lambertini vor.
1933. Michael Schorpp, Briofmaler und Formscbncidor in Ulm•(Mfrltfl ll,n ^OO—1Ü0O, gehört zu denjenigen alten Künstlern, derenHU 11)11, Werke ausseist selten geworden sind. Schorpp scheint aberstark beschäftigt gewesen zu seyn, denn er hatte einen Gesellen NamensHans. Im Jahre 1400 kommt er noch unter den Mitgliedern der Bru-derschaft zu den Wongcn in Ulm vor.
1) Das Jesuskind mit einem Vogel in beiden Händen auf demKissen sitzend. Auf den Bandrollen zu den Seiten stehen Neujahrs-wünsche: 3d) hai|j ih« iia« i»t mahr. Un gib mich euch ju ahn autt3>ar. — Unb nur mich im tjcrljcn lieb hant, bem aib ich mich a fin* Ufltenot. Hechts unten Michel. 11. 13 Z. 7 L. Br. 9 Z. 5 L.
Man findet nicht mehr drei Exemplare von diesem Holzchnitte.Sie wurden colorirt ausgegeben.
2) Die hl. Jungfrau mit dem bekleideten Kinde in halber Figur,nach einem dem hl. Lucas zugeschriebenen Gemälde, mit derümschrft^•Das tat bie btlbnus b all' fältgate .Sunkfrorof marie f be hlaibn nn ornatfmit nuldje fu aetjUrt ni) an bt hochvotlicht »täte fo fi haieucht b? tepel