Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
564
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864 MF. Nr. 1807-1812.

1807. Giovanni Maria Falconetto, Architekt und Maler, geb. zuIUP 1 ^99 Verona 1458, gest. 1834, hatte als ersterer grossen Ruf,

' * • ' 3 - 4, hintcrlicss aber auch einige Gemälde. In der Galleriezu Schieissheim ist eine Tafel mit der Anbetung der Könige in ganzenFiguren MF. 1522 bezeichnet. Dieses Bild wird im Cataloge vonG. Dillis dem Falconetto zugeschrieben.

1808. Lukas Mayer, Formschneider in Nürnberg, kommt oben■ M «__^T V ' unter dem Monogramm MF No. 1777 vor, und wir ver-^ "^ * muthen ihn auch unter den Initialen M F. Mit Bezugnahmeauf jenen Artikel bemerken wir hier nur, dass die gegebenen Buch-staben auf dem verzierten Titelblatte zur Churfürstiichen PfalU-Lundts-Ordnung. Heidelberg 15112, Neustadt an der Hard 15!)^,fol., vorkommen. Oben thront die Justitia mit der Fax und Ubertaszur Seite. Neben der Titelschrift stehen die Prudentia und Fortitudo.Unter diesen Figuren ist einerseits im Cartoucbe ein aufgeschlagenesBuch, auf welchem eine Mücke und eine Ameise kriechen, deren Ent-fernung von einem Zirkel gemessen wird. Im anderen Cartouche istein Palmbaum. Unter dieser Vorstellung sind die Buchstaben MFmit dem Messer, und gegenüber bemerkt man die Initialen TS, wo-durch Tobias Stimmer seinen Namen angedeutet hat. In der unterenLeiste sind die drei pfälzischen Wappcnschilde angebracht. H. 10 Z.Br. ß Z. SS L.

1809. Matteo Florimi oder Florini, auch Florian und Fioreti/j t? genannt, Kupferstecher und Kunsthändler, war gegen Ende

• • des Mi. Jahrhunderts inSiena thatig. Kr hatte grosse Blätterim Verlage, darunter die Madonna miracolosa de' Servi di Reggio, nachI''. Salviati: Matteo Florimi formt's, s. gr. fol. Auf einem anderenBlatte mit einem wunderthätigen Madonnenbilds steht: Matteo Florimifevit. Kr ist auch der Stecher von 14 Blättern mit Darstellungen ausder Passion nach Andrea Boscoli: Mallh. Florinus fec, gr. 8. Dannverlegte er geographische Karten, Städte-Ansichten u. dgl. Auf solchenBlättern steht M. F.

1810. Magdalena Fürst, Blumenmalerin, geb. zu Nürnberg I0S2,1VT F 8 est ' zu Wien 1717, hatte als Künstlerin Ruf. Auf Malereien

• in Wasserfarben kommen die Initialen des Namens vor.

1811. Lorenz Moser, Kupferstecher und Ciselirer von Stadtamhoi■y y bei Regensburg, war von 1784 — 1813 in COln thätig. D' e

• ' Initialen findet man auf einem Blatte mit St. Luftildis, welcheein Kirchenmodell hält, 12.

1812. Medailleure und Münzmeisler, welche durch die InitialenMF MF M. F. ihre Namen andeuteten, nennt Schlickeysen, und

i. i ., ivi. 1 cr j, cme rkt vor Allem, dass auf mittelalterlichen MünzenM. F nach dem Namen des Münzstandes Me Fecit bedeute.

Modestinus Fachs, Münzmeister in Anhalt von 1869—1898, zeich-nete nicht allein M. F (in die Tiefe), sondern verband die Buchstabenauch zum Monogramm.

Diese Buchstaben stehen auch auf einer Medaille von 1884, welchewohl von einem anderen Meister herrührt. Sie stellt einen auf demElephanten reitenden Mann vor. Das Thier ist sehr naturgetreu dar-gestellt, und um dasselbe läuft eine unterbrochene Schrift: Dieser.Hellfant. Ist. Kvmen. Gien Wif W (Wien) etc. Durchmesser 2 Z. 4 L-

Mathias Freundt, Münzmeister in Hamburg 1638—1(137.