514 MB. Nr. 168»—4684.
1652. M. Burman oder Bttrman, Maler und Radirer, gehört derTyrj holländischen Schule an, und soll zu Anfang des 19. Jahr-jy_D ficiJ? h un d crts gestorben seyn. Brulliot I. No. lüi>8 spricht
J von acht radirten Blättern mit Ansichten holländischer
Gegenden, unter welchen zwei mit dem Monogramme bezeichnet sind, 4.Nach der Behauptung des genannten Schriftstellers sind sie in der WeiseKlengel's behandelt. Wir fanden diese Blätter in keinem Cataloge er-wähnt. Auch Immerzecl und Ch. Kramm können nicht weiteren Auf-schluss geben.
1653. Martin oder Mathieu Brunant heisst nach unserer Ansichtder Träger dieses Monogramms. Er war Formschneider, und
AB«=z=. hat in Lyon gelebt, wo um 1880—1890 die Buchhandlungenvon Rouille und de Tourncs eine grosse Anzahl von illustriiten Werkenins Publikum brachten , und viele Formschneider beschäftigton. DerHauptmeister ist Bernard Balomon, genannt Bctit Bernard, Das ge-gebene Zeichen fanden wir auf zwei Blättern einer Ausgabe der Aencide,welche lütiü zu Lyon erschien. Das eine, welches zum drittln Buchegehört, stellt den Aseanius vor, wie er einen Hirsch erlegt. Die Com-position ist in aufsteigender Ordnung gehalten, und daher sind imoberen Thcilo andere Scenen vorgestellt. Rechts im Mittclranme er-blickt man Aeneas und Dido in der Grotte, und ganz oben erscheintVenus und Juno. Das Zeichen ist rechts unten. H. 4 Z. Br. 2 Z. (i L.Ein zweites Blatt, die Vignette zum sechsten Buche, stellt im unterenTheile den Titio, Tantalus und den Thescus vor. Rechts nach obenist die Burg des Cerberus, und Caron steuert im Kahne den Aeneasnach derselben hin. Links oben durchwandert Aeneas die Unterwelt.Das Zeichen bemerkt man links unten. Dieses Blatt ist in der Grössedes obigen. Beide sind schön und sicher geschnitten, und mit Textauf der Rückseite versehen.
Auch satyrischo Blätter findet man von den Brunants. Mathieuschnitt eine grotteske Wirthshaussccne unter dem Titel: Maisire Ali-bonm. Michel Brunant gab 1899 ein Blatt unter folgendem Titelheraus: Porlraict de V komme cornu. Es ist Heinrich IV. in Fon-tainebleau vorgestellt. Auf beiden Blättern stehen die Namen derKünstler. Sic lebten in Lyon.
1654. Slempelschneider und Münzmeisler, welche sich auf Ge-.,,, prägen eines ähnlichen Monogramms bedienten. Zuerst nennen
v wir einen unbekannten Graveur, welcher sein boniorkcnswerthosTalent zu laseiven Darstellungen benützte. Auf einer Schaumünze mitdem Monogramme ziehen zwei nackte Weiber einen Narren in die Bad-wanne, und die Inschrift lautet: Was dv nit kamt wollen wir dicklehren kom her ins bad Ihn dir in icht weren. Das Gegenstück zeigtebenfalls zwei nackte Weiber, wie sie einen Krautjunker in die Wanneziehen. Die Umschrift besagt: Veni te lavabimvs quid habemes dabimvs.Jede dieser aus der zweiten Hälfte des 1(1. Jahrhunderts stammendenSchaumünzen trägt unten das Monogramm. Es existiren auch Blei-abschläge. Eines solchen Monogramms bedienten sich auch folgendeMänner, deren Namen Schlickeysen nennt,
Marquard Berg-, Bischof von Augsburg, 1878—1890.
Monz Bergmann, Münzmeister der Stadt Hannover 1028—166«.
Martin Brnnner, Stempelschneider in Nürnberg, geb. Ui!>9, «*1725. Vgl. auch M. B.
Anton Meybusch oder Maibuech, Stempelschneider in Stockholmund Copenhagen 1070—1701. Er zeichnete auch A. M.