440 LVI-LVP. Nr. 1413—1410.
1412. Andrea Luig-i von Assisi, genannt Ingegno, ist im ersten1520 LVIG Bantie No. 120 und 121 eingeführt, und wir be-schränken uns daher hier nur auf Ch. v. Meehel's
Verzeichniss der Gemälde der k. k. Gallone in Wien, wo S. 32 voneinem Gemälde mit der gegebenen Abbreviatur die Rede ist. Es stelltdie Beschneidung Christi in kleinen Figuren vor, und wird dem AndreaLuigi zugeschrieben. Im neuen Catalog ist dieses Bild nicht aufgeführt,und man wird daher die Aechtheit bezweifelt haben. Der Name Ingegnofehlt in demselben gänzlich.
1413. Leo von Klenze, der berühmte Architekt, welcher inMünchen Meisterwerke schul, und auch in fernen Landenseinen Namen verewigte, hat auch Landschaften gemalt,zu welchen er die Studien in Italien, Sicilien und Grie-chenland sammelte. Auf solchen Bildern, gewöhnlich mit Gebäudenclassischen Styls, kommt das Monogramm mit den Jahrzahlen 1834,1830 ff. vor. Im Künstler-Lexicon haben wir ihm einen ausführlichenArtikel gewidmet, nur die Unzahl von Orden nicht aufgezählt, welcheseine Brust zierten. Bei der Einweihung der Befreiungshalle bei Kel-heim, des grossartigsteu aller Denkmale, welches König Ludwig durchihn setzen Hess, war L. v. Klenze noch ein rüstiger Mann, und konntemit Stolz auf seine vielen Werke sehen. In der Nacht vom 2(i. aufden 27. Januar 1804 erreichte ihn der Tod. Nie wurde in Müncheneinem Künstler ein glänzenderes Lcichenbcgänguiss zu Theil.
1414. Lucas von Leyden ist unter dem Initial L No. 83S) eingeführt,^1 | nach Brulliotll. No. 1930, und denjenigen, welche
f \ I / ihn copirt haben, sollen aber auch die Buchstaben/ \ / / L V L auf Gemälden dieses Meisters vorkommen./^ V £^f Auf Kupferstichen und Holzschnitten findet mannur den Initial L, aber in einer anderen Form, als hier gegeben.Wenn je Gemälde mit LVL sich finden, wird man wohl untersuchenmüssen, ob sie wirklich von Lucas von Leyden herrühren. Wir kennenkein Gemälde mit denselben.
1415. Unbekannter Formschneider, welcher in den ersten De-I V N V \ cennien des 10. Jahrhunderts in Venedig thätig war.U, V N. r. I £)i c initialen des Namens findet man auf MetallschnittcnL V N F. J folgenden Werkes : Missale Romanum nuper adaplUad coiJiodum quorficiin sacerdoltt suiiia diligentia distinetu. Veneliis,Impressum in aedibus Domini Iure Anlonii de Giunla florentinianno domini MI) XXI- Die deeimo Maij, fol. Die Initialen kommennur auf zwei grösseren Blättern vor, die ersten aul jenem, welches imMittelbilde die Kreuzigung Christi vorstellt. Die Umfassung ist miteinzelnen Metall- oder Holzstöcken gedruckt. Unten ist das Bild derBeweinung des Heilandes ebenfalls /,. VN. F. gezeichnet. Rechts vomMittelbilde ist die Taufe Christi, und darüber die Verklärung auf demTabor LNVF ohne Punkte gezeichnet. Die Bilder links, das jüngsteGericht, und oben das Abendmahl sind ohne Bezeichnung. DasselbeBlatt findet man auch im Missale Monachorum Casinensium. Venetii*t62B, fol. Der Zeichner gehört der Schule des Giovanni Bellini an,und zählt zu den trefflichsten Meistern der Zeit.
1416. Ludwig- von Passauer, k. b. Postbeamter, widmete siebn /O um 1842 der Malerei, und beurkundete durch einige Genre-
J). l>. u. bilder seinen Beruf zur Kunst. Er radirtc auch ein PaarBlätter. Eines derselben stellt einen Marktschreier, ein anderes eine