41« LP. Nr. 1274-1277.
zwei Kngcl das päpstliche Wappen. Tinten im Cartoucho: Pivs V.gittert** Pont. Max. Anno Sei. MDLXVt. aetaiis suae LXII. ponti-ficatvs primo. Am Piedstal derJnstitia: biligite Justitium qvtiudi-catis terram, an jenem der Prüden!ia : In corde requicxril sapienHo.Links nuten im Cartouclie das Zeichen. II. 12 /. IJr. 8 '/,. 10 L.
Dieses Blatt ist in der Weite des Giorgio (ihisi behandelt, derStecher blieb aber hinter seinem Vorbilde.
1274. Peter Lombart, Kupferstecher, geb. zu Parti 181t, gast
BKiHü, hintcrliess eine bedeutende Anzahl TOB Bildnissen, besondersvon englischen Damen nach A. van Djrck, genannt Lex comlessesde van Dyck. Er stach auch Bildnisse von Herren nach verschiedenenMeistern. Diese Blätter sind sicher gestochen, aber nicht von Härtefrei, da der Künstler enge Strichlagen lichte, und sich noch in dieältere Manier fügen wollte. Auf Bildnissen, und dann auch auf etlichenhistorischen Blättern kommt das Monogramm vor. Sehr schön undselten sind sieben Stiche mit. Blättorornamenton für Goldschmiede,unter dein Titel: l.inre de Feuilles <P orfi'rrm'c, Inrrnle par G6-dion V Eyari, au faubourg Saint-Germain, Rve Saint-Latnbert,atec priuilege du Roy. Blätter diesei Art erfordern eine eigeneStrenge der Strichführutig, und dem Lombart blieb sie fortan. DieOrnamente gehören in seine frühere Zeit.
1275. P. L. Jaquomain heisst nach Brulliot I No. 2828a ein
TT) n iranziis i c her Kupferstecher, welcher Vignetten und Fächer
P' W gestochen bat Auf solchen Blättern kommen die gege-
^J— S/Ct—l beneu Zeichen vor, wir haben aber keines gesehen. Dieser
Jaquemain ist uns ganz unbekannt. Er wird im vorigen Jahrhundert
gelobt haben.
1276. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte/—f^l—. des l(i. Jahrhunderts thätig war. Die gegebenen Buchstaben// p/ findet man auf einem sehr seltenen Blatte, welches in der Art/ */ des Ludwig Krug gestochen ist. Es stellt die hl. Catharinastehend in einem langen weiten Mantel vor. Nach rechts gewandt trägt siedas Schwert in der linken Hand, und fasst mit der anderen den Mantel.Links ist eine Mauer mit derThüre, und rechts unten das Stück einesRades. An der Mauer bemerkt mau das Tftfelchen mit L P. II. 4 Z.4 L. Br. 2 Z. 10 L.
Nach Brulliot II. No. 1903 wurde dieses Blatt früher dem LucaPenni zugeschrieben, an welchen nicht zu denken ist. Brulliot gibtdas P irrig geschlossen.
1277. Ludovico Pozzoserrato und Pozzo nannte sich Ludwigr tj Toeput aus Mecheln in Italien. Er kam um l!>80 in jenesLi 1 . Land, und malte Landschaften mit Thieron und Figuren _ P.de Jode stach auch zwei Ansichten von Venedig nach ihm. Auf einerAnsicht dos St. Markusplatzes in Venedig steht: L. Pozoseratus Piandr.pinx. töQ6, qu. fol. Auf einer in Wasserfarben gemalten Ansichtdes Marcusplatzes, ehedem in Kison's Sammlung, steht: LP. f. ir>»r>.H. 5 Z. Br. (i /,
Die Initialen L /'. findet man auf einer in der Weise des E. du Peracradirten Landschaft. Hechts vorn ist ein Eseltreiber, in der Mitte gehtein Herr mit seiner Dame und einem alten Manne. Links sitzt derZeichner, und im Grunds sieht, man eine grosse Ruine. Gegen linksstehen die Buchstaben LP., in der Mitte: VIA ASINAIUA, und beimZeichner: Apreso il Cammoccio. II. S Z. 10 L. Br. 8 Z. 8 L. DiesesBlatt ist wahrscheinlich von Pozzoserrato selbst radirt. Wir findenaber auch einen Lucas Pregel als Verfertiger angegeben.