Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
411
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LP. Nr. 1288-1802. 411

Christen unter Sopor II. von Persien, Diese Copie verräth einen tüch-tigen Maler, welcher sich in Dürer's Weise vollkommen fügen konnte.Das Originalgemälde ist in der k. k. Gallerie zu Wien, die Copie aberseit unvordenklicher Zeit, in der bayerischen Sammlung. Sio konntevon Ludwig Pfeffingcr herrühren. Dieser Künstler erlangte 1546 dasMeisterrecht und in diese Zeit fällt das Gemälde mit dem gegebenenMonogramm.

1258. Cornel Poelenburg muss durch dieses Zeichen seineu"D Namen angedeutet haben, wenn das Blatt, auf welchem es vor-£-< kommt, wirklich nach ihm radirt ist. Es stellt die halbe Figur

eines geflügelten Engeli vor, welcher in Profil nach rechts in der linkenHand einen Dolch trägt. Rechts oben niif einer Wolke das Mono-gramm. IL 4 /. Br. :i Z. 10 L. Man schreibt die Uadirung dem J.G. Bronckhorst zu, das Blatt ki'mnte eher nach einer Zeichnung von P.Lastmann, als nach einer solchen von Poelenburg radirt seyn. LetztererSignirte C /'. Von derselben Hand ist auch ein unbezeichnet.es Blfttt-chen mit eilt Engel und Cherubim auf Wolken, gu. 8. Es stimmtebenfalls für Bronchorsl.

1259. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte

Edes IC». Jahrhundertl gelebt zu halten icheint. Er eopirte dasBlatt von Lucas van Leyilen, welebes den König David im (Je-!','' tc vorstellt, und oben einen Engel mit Pfeilen. Links unten ist einr&felchen mit. der Jahnen] lü'it» und das Monogramm. IL 4 Z 4 L.Br. 2 Z. 10 L. Bartsch beschreibt das Original No. 29, er kennt aberdie Copie niebt. Der Monogrammilt LP scheint noch andere Blättervon L. von Leyden copirt zu haben.

1260. Pierre Landry, Zeichner, Kupferstecher und Kunsthändler.geb. zu Paris 1630, binterliess eine ziemliche Anzahl von Blät-tern, und darunter Bildnisse, deren mit dem Monogramm be-zeichnet sind.

In Lyon lebte zu Anfang des 17. Jahrhunderts ein BuchdruckerPierre Landry. In seinem Signet ist ein Holzschnitt mit einem ähn-lichen Monogramme. Im Embleme ist, ein Baum, an welchem untenrechts eine Hand aus den Wolken reicht. Um den Stamm schlingtsich in zwei Abtheilungen ein Spruchband, Die Einfassung bildetScbnorkelwerk. Der Kupferstecher stammt wohl aus der Familiedieses Buchdrücken.

1261. Louis Pierre Boitard, Maler und Kupferstecher, war in

£ Paris Schüler von Raymond La Fage, welcher 1684

dc(' et Sc ■ starb, und somit kann man annehmen, dass er um1668 gelieren wurde. Boitard licss sieb in London nieder, WO er auch

seinen gleichnamigen Bohn zum Künstler heranbildete, so dass manMio unterscheiden muss, welchem Boitard das eine oder das .andereBlatt angehöre. Heinecke nennt das Bildniss des Afehemed Effendl

Ott dem gegebenen Zeichen, und schreibt es einem Louis Pierre Boi-tard z u . rj M Itüduiss dos Türken ist wohl von dem Vater, letztererKann aber nicht mehr jener L. P. Boitard seyn, welcher noch 1747*ur Lord Spencer grosse Platten stach. Sie sind daher von dem Sohne.

E1262. Unbekannter Kupferstecher, welcher vermuthlich im16. Jahrhundert gelebt, hat, Heinecke (Nachrichten von Künst-lern iL s 509) behauptet, dass dieses Zeichen mit den Buch-staben SF auf einer gegenseitigen Copie des Blattes von Marc Antonstehe, welches den Tanz von drei Amoretten nach Rafael vorstellt.

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