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4 (1871) IMM - SH
Entstehung
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408
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LP. Nr. 1248—1251.

1248. Louis de Wad. pinxit 3teht auf einem Kupferstiche

* von Antoinc Vanne, unter dem

Titel: Le Colombier, fol. Der Maler heisst Ludwig de Vadder, undsein Name ist verstochen.

1249. Louise le Daulceur, Kufcrstecherin, fügte auf einem

Tnuiie h D tniln Blattc nacb ,T ' B< M - picm; dcn gegeben«»Louise le u. scuip. Namen boi> Es stellt zwei in einer Landschaft

liegende nackte Figuren in Umarmung vor. Im Grunde weiden Kühe

und links vorn liegt ein Schaaf. Im Rande links: Pierre In., rechts:

Louise le D. sculp. II. (i Z. Br. '.i Z. 11 L. Man wollte in den

nackten Figuren Adam und Eva erkennen, die Louise de Montigny,

Mme. le Daulceur, scheint aber die Situation nicht in paradiesischer

Reinheit befunden zu haben. Sie stach auch noch andere Blätter nach

Pierre, theils mit mythologischen Vorstellungen. Pierre starb 1789,

das Todesjahr der L. le Daulceur ist uns unbekannt.

1250. Laurenz Janas. Micker, Goldschmied and Kupferstecher,

Louwe * Ja' M ft ist anter dem Monogramm LJM No. 1180 ein-

' / geführt, und wir verweisen auf jenen Artikel.Wir haben die Folgo von Goldschmiedsornamenten mit der gegebenenAbbreviatur bereits erwähnt.

1251. Jean Penicaud nennen sich drei französische Emailmaleraus Limoges, oder welche wenigstens in dieser Stadt ar-beiteten. Ueber den älteren Künstler dieses Namens habenwir III. No. 13:10, und über den jüngeren unterJP.No 'i">\Diese Künstler lebten in der ersten Hüllte des l(i. Jahr-hunderts, und lieferten Meisterwerke ihrer Art. Die gegebenen Stempelsind anf der Rückseite der Emaillen in das Kupfer eingeschlagen, undwerden durch den dünnen Ueberzug des Email bemerkbar. Der Stempeldient als Kennzeichen der Bilder der drei Meister I'enieaud, überwelche Graf Leon de Laborde (Notice de» emaux. Paris 1062,p. 14-0 IV.) ausführlich bandelt, indem er auch auf ihre Werke und diekünstlerische Beschaffenheit derselben eingeht. Bin vierter Meister.welcher sich dieses Stempels bedient, ist Pierre Penicaud, dieMarke ist aber unter dem Email wenig bemerkbar. Der Stempel be-steht offenbar aus LP oder PL, und man kann Penicaud Limosinlesen. Die Krone ist nicht entscheidend, denn man findet sie auch inden Signaturen des Leonard Limosin, Pierre Raymond und andererMeister der Schule von Limoges. Sie icheint also mietet zum Fabrik-zeichen geworden zu seyn. Die Verschiedenheit des Stempels ist nichtvon Bedeutung, sie hat aber Bedenken erregt, und man wollte Ihnnicht als Marke der Penicaud nehmen. Der Polircr der Platte sollteden Stempel aufgedruckt haben; allein diese Itfnwondung ist ebneGrund, weil der Polirer nicht nöthig gehabt hätte, mit dem Stempelzu variiren. Die wenigsten Emaillen der Penicaud sind mit dem Mo-nogramme oder den Initialen des Namens bezeichnet, häufig aber findetsich der Stempel, welcher sogar an zwei oder drei Stellen durchscheint.

Uehcr den alten und jüngeren Jean Penicaud haben wir bereitsgehandelt, und hier bemerken wir, dass J. Penicaud III. ein Künstlervon höchstem Verdienste, der Ruhm der Schule von Limoges sei Elarbeitete wohl von Jugend auf im Atelier seines Vaters, blieb abtfdurchaus vom Einflüsse der Schule von Kontainebleau frei. Den leinenGeschmack in der Zeichnung und Färbung kann er nur unmittelbar inItalien sich angeeignet haben. Parmegianino bestimmte vor allen an-dern italienischen Meistern seine Richtung, und einige seiner Bilder