Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
397
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LM. Nr. 120!i—1207. 3J>7

einer Folge, welche eine Schlittenfahrt vorstellt. Böruer fand sechsBlätter vor, jedes mit Herren nnd Damen In einen Sohlitten, Den An-fang macht wahrscheinlich der Schlitten mit dem Trommler und Pfeiffer,

UM vor ihm oder hintondrein fährt Wohl der Schalksnarr. Auf einemhaderen Blatte nimml ein Mann mit der Halskette den vorderen Site

des Schlittens ein, und hinter [hm sitzt eine altliche trau. Das Blattmit lim ersten Initialen auf einem Zettel unter dem \<m einem Pfeiledurchbohrton Herz stellt einen Herrn mit einer Haine im hinteren

Sitze des Schlittens vor. Ein weiterer Holzschnitt zeigt in dem mitder Glücksgöttin versierten Rücksitze eine Dame, und ein anderer eben-falls eine Dame mif dem Vordersitze, wie sie nach der auf dem Rück-sitze sitzenden Meerkatze deutet. Nach dem Inhalte dieser BlätterSU artheilen, mochte man wohl glauben, daSS die Schlittenfahrt noch

mehrere Theilnehmer gehabt habe. Die Blätter sind sein- gut gezeichnetnnd wenig schraffirt. Sie waren vermuthlich bestimmt, mittelst Patronenilluminirt zu werden. Die Zeichnung erinnert, besonders was die Pferdebetrifft, an Hans Schuld Bchani. li. 8 '/,. (i--7 L. Hr. [3 Z. i) L. bis1* Z. 8 li. L. Mayer liosass auch die Platten des ]I. S. Ileliani mitden unter dem Namen der wandelnden Patriarchen bekannten VorStellungen.

Die Initialen I. M findet man ferner auf einem Holzschnitte mit

der Kreuzschleppung. Her aus mehreren Figuren bestehende Zug geht.nach rechts. Her Heiland sinkt unter der Last des Kreuzes auf dieKniee, und links reicht ihm Yoronica. kuieend das Schweisstuch. Inder Kcko unten an einem Steint? die Buchstaben l,M. II. 4 '/,. !> L.Br. (i Z. !» L.

1205. Lukas Mayer oder Meier, der vorhergehende Meister, hat

wohl auch durch diese Initialen seinen Namen angedeutet

Man lindet sie auf der Dedications-Vignette in iMrolui He-

gularum Juris Tomiduo. Fraiicufurti, S. Feierabend

jniia, Fol. Diese Vignette stellt dasMengersdcrf-Baaberg

ische Wappen des Bischofs Frust von Bamberg vor, umgehen von den

Wappenschilden der bischöflichen Erbämter. Die Initialen stehen unterhall) des Hauptwappens. Die Zeichnung scheint von .lohst AmmanW seyn. Vgl. No. Il!)7.

1206. Unbekannter Graveur, welcher in der ersten Hälfte des1-. M '"• Jahrhunderts thätig war. Er schnitt Stempel fitr Buch-binder zum Einpressen auf Lederbänden. In der Bibliothek

der Universität zu Erlangen ist, ein Hornband von PK. Melanchtoniscorpus doctrinae ehr i stimme mit Christus am Kreuze, und den Fi-Suren von Johannes, Philippus und Eragmus.

1207. Lorenzo de Musi soll nach Bartsch XV. n, V.tB No. :ti):fL M ( '' n l 'M gezeichnete Copie eines Blattes von Marc Anton ge-

fertigt hal'cn. Sie Stellt die allegorische Figur des FriedensV( "', welcher ein (ienius einen Oolzweig reicht. Die junge Krau -teiltm 't der linken Hand M der Brust, und fallt mit der andern den ge-flügelten (Ienius an der Hand. Hechts ohen stehen sechs italienische: Du Pallade pudica — Ä 1 d'oliva il (unciul la bella rama etojJn(SJS) rechts bemerkt man die Buchitaben IM. und in der Mitte No. 8.! lH ' / ''s Blatt scheint zu einer folge zu gehören. II. 7 /. 1(1 L. Br.' *. i L.

Lorenzo de Musi ist nur durch ein einziges Blatt bekannt, durch

j° ll(l »iss des Sultan Barbarossa von l!i;»!i, mit dem Namen: l.orenzu

'""•'» Venetiano faciebat. Wir möchten die Copie eher dem Leo-

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