LM. Nr. 1197. »99
werden, qu. fol. Das Blatt mit der zweiten Inschrift enthält eine reicheCompositum von Hieronymus Bos (Ackon oder Aeeken). Christusschleppt das Kreuz in Begleitung einer Monge von Figuren. Rechts
"nter Steht: Hieran Hos inreiil. I.. I.omb. restittiil, In der Mitte:
Theodor Galle excud. II. II Z. B und 7 L. Schriftrand. Br. 18 Z* L. Dieses Blatt hat wahrscheinlich Th. (iulle gestochen, und Lom-bardus hat daher wohl nur das Gemälde, oder eine alle Zeichnung zumStiche hergestellt Von einer ausgearbeiteten Platte kann keine, Rede•eyn, Lombard war nicht Kupferstecher, sondern sein Schwager htm-
hert Suavius, von welchem aber der Stich nicht herrühren kann.
1197. Lukas Mayer oder Meier, Formschneider in Nürnberg,lVl" xj TV7 - k' 1111 snit Jobst Amman in Berührung, und man^i-/JL //JLOkann ihn zu den Schülern desselben zählen. Seinen/\/^ a=:x ^ Namen hat J. A. Römer aus .1. Ileller's Nachrichten
*—* ^~ über die fürstlichen Hofbuchdrucker in Bamberg
ermittelt. Nach einer Rechnung des Buchdruckers Johann Wagner orhielt Jobst Amman als Rolsser die Summe von 'L\\ 11. :t Pfd. 18 dl. fürdie Zeichnung der Wappen zum neuen Kalender aul' das Jahr l!>7!>.'»usste aber mit dem Formschneider Lukas Meier (Mayr, Mayer) zuNürnberg tbeilen Dieser Mayer hatte also die Stöcke geschnitten.Er wurde aber auch noch sp/u.er mit Arbeiten betraut. Als Wagner•888 die neue Ausgabe der bambergischen peinlichen Halsgorichtsord-
»ung besorgte) zu deren Ausstattung die Blatten der ersten AusgabeV| m 1!>07 wieder benutzt wurden, schnitt Mayer das bischöfliche Wappen
Und das jüngste (ierichl dafür in Holz, iind erhielt für die Stöcke
*8 (iuideu. Das /. U gezeichnete Wappen des Bischofs Erftt vonMengendorf mit der Janrzahl 1886 ist in der ovalförmigen Ocffnungeiner verzierten Einfassung angebracht, und acht andere Wappen um-geben es. H. :i X. :t L, Br. 8 Z. 4 L. In einer Rechnung von 1S8Ihandelt es sieh ebenfalls um Wappen und andere unbenannte Stöcke.Mayer erhielt 24 fluiden, und (603 bezahlte ihm Wagner's Nachfolger.Anton Moritz für die. grosse Stiftloheutafel und Tili Stöeko die Suinuic»Wl ungefähr 200 Gulden.
Dt also L. Mayer, mit dessen Namen auch fliegende Blätter vor-kommen, einer jener Holzschneider war, deren sich .lohst Amman be-diente, so unterliegt es wohl keinem Zweifel, dass die Holzschnitte mitden gegebenen Zeichen von Ihm herrühren, indem sie nach Zeichnungendes .1. Amman gefertigt sind. c. ('. Schmiedet, der Herausgeber der"cuou Ausgabe von 0. Ottneri opera botanica. Norimbergat /574.
Pbt Auskunft über die Künstler, welche Hnlzstocke geliefert hatten,""d nennt auch einen L. Meier von Nürnberg. Der (lesuer'scho Nach-■•W kam in die Hände des Joachim (lamorarius und dieser benutzte'Ue Stöcke zum Eräuterbucbe de« Dr. 1'. A. Mathioll in neuer Aus-Bjjbe von 1888, An dieser Ausgabe haben .1. Amman und I,. Mayery'cil. Der Monngrammist /, /)/ schnilt aucli Stöcke zu .1. Amman'«Künstliche und violgerissene Figwrtn der l'nrneinhsten Eeangelitn ttc
l'ionhf,,,-! um iHaijn. //57.0, li/17. '{. Es hat aber nur Ein Blatt da
'i'iehen, jenes mit. dem Üichter auf dem Throne. Andere Blätter dieses
Leisters finde! man in Dr. M. Imther's Bibel, welche 1884 bei Hans
! '; ll ' |1 s Erben erschien. Das Zeichen mit dem Messendien steht aul (lein
. '«te mit Simson und der Unterschrift i Simson mttrgti wehr Feind
' Ml nein Tode ele. Auch für .1. Amman's Intimi- und I rlirliurhlein
u ''""' ! /'"rl I.VIO //:, arbeitete L Mayr. ES« kommt aber nur (du Blatt
' Uem zweiten Zeichen vor, und ein anderes, auf welchem das Mo-
«i'anun aus /, M /<' besteht. C. Becker gibt in seiner Monographie