»80 LK. Nr. 1180.
nicht minder schön. Zu den Seltenheiten gehören jetzt die Blättermit Goldschmiedsmustern. Wir zählen hier solche auf, da die Initialiendarauf vorkommen. Auch Bildnisse und Titelblätter sind L. K. ge-zeichnet. Folgendes Blatt ist in Holz geschnitten.
1) Die Ocis8lung Christi. Der Heiland sitzt auf dorn Hoden aneinen grossen Stein gebunden. Der hinter ihm stehende Henker er-t'iisst ihn um Kopie, und schwingt mit der linken Hand die Ruthe.Links 1111i.cn stehen nie Buchstabes L:K:f:, und rechts WT mit demSchneidmesser. Im Kunde liest man: ECCE HOMO. II. 10 Z. '.i L.Br. 7 Z. 4 L.
Diese« Blatt ist von Wilhelm Traudt sehr schön in Holz geschnitten,und zwar nach L. Kilian, wie Hüsgen versichert.
'i) Die lil. Jungfrau sitzend mit dem Kinde in den Annen, dabeisingende und räuchernde Kugel. Nach Agost. Carracci. /,. K. sculp.,8.
3) Das Biidniss des Pfalzgrafen Maximilian hei Rhein in einemarchitektonisch verzierten Oval mit allegorischen Beiwerk. Mit L Knud der Dedioatioii an Dominicas Gustos lüflK. II. 8 Z. 0 L. Br.II Z. 10 L.
4) Johann Friedrich Herzog von Wurtemberg. L K exeud., 8.:>) Brustbild eines alten Herzogs von (lösten eich im Wappeiirocke
am Tische stehend. /.. K. fculp. , 8.
6) Petrus Cnstos rnlgo Haltens. Pictor et Pofita Antverpiensis./,. K., \-i.
7) Das schöne Titelblatt tu Christoph Hartmanu's Annales Heremiüeiparae Malris Monasterii in Ilelvetia. Friburgi flrisg. 1(1 12, fol.Die Titelscbrift ist. von einer altarartigen Architektur umgehen. Imoberen Felde sitzt St. Benedikt zwischon St. Gregor und St. Wolfgang,und unter beiden sind Wappen angebracht. Zu den Seiten der Schriftsind je zwei Statuen in den Nischen und unten erscheint ein Bischofmit Befolge vor dem Maricualtar. Der Stecher fügte die dritten Initlalen bei.
8) Reitet A li (', Büchlein inventirl und in Jfup/fer gestochenvon Iura Kilian Bürger s« Augsburg MDCXXVII, 'i\i Blätter mitdem Titel. II. li Z. li 8 I,. Br. 4 Z. 4-!> L.
Diese seltenen Blätter enthalten die grossen Anfangsbuchstabenauf ornamentalen Feldern, in welchen Kinder die Künste und Wissen-schaften vorstellen. Sie sind breit und meisterhaft gestochen. Aufeinigen Blättern kommen die Initialen /. K vor.
9) Folge von acht Blattern, welche die Operationen der Gold-schmiede vorteilen, unter dem Titel: Die Golilschmid-Kunst, vndVornehmsten Operationen Derselben: IJ schmelzen, 2) probieren,■'!) hamer—arbeit, '<) ponlnen-arbett, ■ r >) terguldten, nj anssbraitten,7) gratx machen, tt) die aich, in goldtchmid dienlich, artigennindl-figuren, benebst Kunstreichen Zierd-einfassungen vorgestellt.Augsburg MDCVI. H. 2 Z. II L. Br. :i Z. 7 L.
10) Die romischen Capitalbucbstaben zu dem Werke des Leon«liard Weiss. Sio sind in mannigfaltiger Weise eonipouirt, und bildenimmer den Kamen LEONARDVS WEISSIVS. Unten steht: Lucashiliitn sciilj,. A". Ui'22. li :; Z. I L. Br. li Z. 8 L
li i Neues Schildbüchlein mit chimerischen Thieren vnd andernßroUtshm. Augsburg ia:i:i. II. li Z. 10 I,. Br. !i Z. 4 L.
Dieses Werkchen besteht aus 18 Blättern mit Figuren und Thieren,welche sich in bizarren l'ormen mit den Grotesken vorbinden. Siesind radirt. und /.. h. gezeichnet. Bin Meister III. hat sie von AcrGegenseite copirt.