Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
263
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LA. Nr. 894. 263

dieselbe 1808 oder bald darnach erschien, und zwar in 10 Blättern.Der Ausschnitt des Lucantonio de Giunta besteht aus 9 Holzschnitten,welche einen Fries von 94'/a Zoll Länge und 14 Z. 7 L. — 18 Z.Höhe bilden. Dr. H. Segelkcn beschreibt vier Ausgaben des TriumphesChristi, nämlich die erste von 1808 in 10 Blattern, die zweite vonLuca Antonio de Giunta, die dritte In 8 Blättern anscheinlich vonGio.Vavassore Guadagnino, und die vierte in 8 Blättern von Andrea An-dreani. Wir gehen hier nur iiuf die mit grossen lateinischen Buchstabenvon links nach rechts bezeichneten Blätter des Lucantonio de Giuntaein, um sie von jenen der anderen Ausgaben zu unterscheiden.

/. Die Figur des Moses ist in der Mitte durchschnitten, so dassdie Gesctztafeln noch ganz darauf sind. Hr. 10 Z. 7 L.

//. Geht bis hinter David und schliefst mit einer Säule vor derersten Sibylle. Rr. 10 Z. 7 L.

<!. Geht bis hinter die crythräischc Sibylle. Hr. 10 Z. !i L.

F. (lebt bis durch die blasenden Engel und den sechsten, bogen-Bchliessenden Knaben, Br. 10 Z. 8 L.

E. Geht bis vor den Triumphwagen. Br, 10 Z.

D. Geht bis hinter den kreuztragenden Apostel. Br. 10 Z. 9 L.

C. Bis St. Petrus Martyr, wo eine Säule vor die Vorstellung ge-druckt ist. Br. 10 Z. 8 L.

B. Bis vor den hl. Georg. Br. 10 Z. 3 L,

A. Schliesst mit einer vor das Endo gesetzten Säule. Br. 10 Z. 7 L.Ueber das Ganze der Prozession zieht sich oben eine 3 Z. hoheBordiiro hin, welche aber in die angegebene ganze Höhe der Blätterschon miteingerechnet ist, obgleich sie von separaten Stöcken gedrucktwurde. Diese Bordüre besteht aus Festons, und zwar unten aus Füll-hörnern, zwischen denen immer ein Cherublmkopf und zweimal einMedaillon von 1 Z. 2 L. Durchmesser eingedruckt ist. Oben stelltdie Bordüre einen herabhängenden Teppich mit spitzen Zacken vor,so dass die ganze Bordüre, wie sie oben über die Vorstellung hinläuft,wie ein von den candelaberartigen Säulen getragener Baldachin erscheint.Auf dem sechsten Blatte ist die Bordüre nicht abgedruckt, weil die-selbe den Kopf des Heilandes gedeckt haben würde. Für dieses Blattist ein eigener Stock ohne Cherubim und Medaillons geschnittton. Indeu erwähnten zwei Medaillons auf jedem Blatte steht links jedesmal:non edeupisces rem alicnam, rechts: non ocvitlcs. Die vier Pflasterans Sphinxen, Cariatyden, Kindern etc. haben Inschriften der Namender Tugenden, und die vierte dazu noch ein Täfelchen mit den Buch-staben V Y h, wodurch wohl der Verfertiger der Säulen und der Bor-düre seinen Namen angedeutet hat. Auch zwischen den Thcilcn derVorstellung sind Inschriften eingeschnitten. Hinter dem Heilande steht:TRIVMPH. YHS. CHRISTI. Auf dem Blatte T, einen Zoll von derEva, hängt am Baumast eine längliche Schrifttafcl mit der Inschrift:Xnut jlTutc ^.ntonii ti | obertii f Wen. Uta 'ipreso.

Aus dieser Adresse könnte man den Schluss ziehen, dass Laotin*tonio zwar der Drucker aber nicht der Formschneider sei; allein aufanderen Blättern gibt er sich als Formschneider kund, und es Istdaher kein Grund vorhanden, gerade den Schnitt des Triumphes Christieinem anderen zuzuschreiben. Dieses Werk muss nach Segelkcn um1810, spätestens 1818 erschienen seyn, wo Giunta, in seiner Kraft undBlütho stand. Vollständige Exemplare des Triumphes sind äusserst selten.

2) Die hl. Catharina von Alexandrien, und der hl. Georg denDrachen tödtend unter vielen Architektur-Prospekten im älteren vene-tianischen Style. Oben nach rechts hin steht auf einem Bande ineckiger Schrift ALEXANDRIA. Tu der Mitto linkshin liest man auf