Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
236
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236 K 0 M-K R. Nr. 831-836.

831. Unbekannter Kupferstecher, dessen Heineke (Neue Nach-n/Nvr richten etc.) S. 378 erwähnt. Dieser Schriftsteller sprichtzlUiu. von einem Blättchen, welches im Runde eine sitzende Heiligemit einem Wappenschilde vorstellt. Im Schilde ist eine Bandrolle mitden verkehrten Buchstaben. Heinecke beschreibt dieses Blättebenunter den Arbeiten von Künstlern aus dem Anfang des 16. Jahrhun-derts. Wir haben es nicht gesehen, und auch anderwärts nicht erwähntgefunden.

832. Daniel Carl Kominek ist durch ein Schriftbuch bekannt:ftrti» • fnv ■ i ft>r Meue Teülsche und Lateinische Versaliennom. im. i\ jei. 0 der Anfangs-Buchstaken, erfunden und vor-gestellt durch Daniel Carln Komineck, der Königl. Böhemischen HoffCanlzley Erpeditorem Anno 160», kl. qu. fol. Christian Posch hatdiese Buchstaben gestochen. Koinincck deutete durch die Abbreviaturseinen Namen an.

833 KONSAEL stent au ^ eincm Gemälde in der Galleriezu Pommersfeklen. Es stellt eine Gesell-schaft von berühmten holländischen Malern vor, und ist von GonzalesCoques (1618—1684). Dieser Name kommt wohl nicht zum zweitenMale vor.

834 Carl Ponheimer, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Wienri/^, (T) 1787, hinterliess eine bedeutende Anzahl von Blättern,

<Jb- <-/. Sc und darunter schön gezeichnete und zart radirte Land-schaften, auf welchen ein aus P K bestehendes Monogramm vorkommt.Die gegebenen Buchstaben findet man auf Blättern eines Ornamenten-werkes von ,T. Hagenauer. Es erschien in Folgen, fol.

835. Die königlich preussische Poroellan-Manufaktur bedienteK P M s ' r ' 1 ^ n " lD 8 8 i von f 43 an, eines Stempels mit dem Scepter,IV. t . in. gpjter aber der Initialen K.P. M., welche durch die Rou-lette unterbrochen sind, um die Nachahmung zu verhüten. Das preus-sische Porzellain gehört sowohl hinsichtlich der Masse, als der künst-lichen Farbengebung zu dem schönsten in Europa. Die Manufakturgründete 1740 der Banquier Gutskowski, im Jahre 1743 erwarb sieaber Friedrich der Grosse. M. Gil in Paris ahmt seit einigen Jahrendie Gruppen der Fabrik mit Erfolg nach.

836. Unbekannter Maler, welcher zu Anfang des 16. Jahrhun-O-, derts thätig war. In der Collegiat-Kirche zu St. Wolf-

w *— ry gang in Oberbayern befindet sich ausser anderen altenIC K Malwerkcn ein Gemälde, welches das jüngste Gericht

t >-» • > \j • j n ] c i 0 i non Figuren vorstellt. Dieses Werk ist mitdem gegebenen Zeichen versehen, worunter ein uns unbekannterbayerischer Künstler seinen Namen andeutete. Die Entstehung desBildes ist vor 1800 zu setzen, oder wenigstens fällt sie um diese Zeit.Die beigeschriebene Jahrzahl 1884 ist späterer Zusatz, und deutetvielleicht auf eine Restauration.

Die Kirche des hl. Wolfgang am Burgholz wurde in der zweitenHälfte des 14. Jahrhunderts erbaut, doch erst 1484 kam sie durcheine Schankung des Sigmund von Frauenberg zu jenen Mitteln, welcheeine Ausschmückung 'durch Malwerke erlaubten. Andere Bilder derKirche sind mit I B bezeichnet.