Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
209
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IZ. Nr. 718-721. 209

nius erschien, ist ein Holzschnitt mit dem Evangelisten Johannes nebenzwei grossen Bäumen sitzend, wie ihm in Wolken der ewige Vatererscheint. Der Adler breitet die Flügel aus, und in der Feme zeigtsich die Stadt. In der Mitte unten auf einem Steine ist das Monogrammdes Virgil Solis, und links bemerkt man die gegebenen Bachstaben mitdem Messer. Auf dem Blatte mit dem Evangelisten Lukas steht IVmit dem Messereben, es scheint aber, dass die Zahl IV angedeutet ist,und könnte man das anscheinliche 13 ,iu ' 13 nehmen. Brulliot II.No. 177(5 will den Holzschnitt dem Jakob Zübcrleiu zuschreiben, anwelchen nicht zu denken ist.

718. Johann Zimbal, Maler und lladirer aus Breslau, war in der^f / w_ zweiten Halft« des 17. Jahrhunderts thätig. Er malte'J. V das lüldniss des Königs Johann III. Sobieski von Polen

^y o<0 (1674—1686), welches Jeremias Winkler gestochen hat.Dann malte er auch historische Vorstellungen , deren man in Bolenfindet. Auf Gemälden und Zeichnungen stehen zuweilen die Initialen.Zimbal binteiiiess auch radirte Blätter. Ein solches mit der Himmel-fahrt Christi ist: Zimbal in. V. fe gezeichnet, gr. fol. Das Gegenstückbildet die Auferstehung Christi: J. Zimbal V. fe. Der Buchstabe Vbedeutet Vralislavii d. i. Breslau.

719. Jules Ziegler, Historienmaler, geb. y.n Langrea 1804, gehört zurf a-7- den berühmtesten französischen Meistern. Schüler

c y ' /j-f' von Ingres, und vertraut mit,jener Richtung, welche

\. ^ ^ r. Cornelius bezeichnet hatte, war er in Paris

J.Z^> ■Jaris 183fy der einzige Künstler, welcher Werke in Frescoübernehmen konnte. Wir haben darüber im Künstler-Lexicon gehan-delt, und auch historische Gemälde in Oel erwähnt.

Zieglcr befasste sich auch mit der Lithographie, und erfand dasVerfahren, auf Stein die englische Mczzotintamanicr nachzuahmen. Erzeichnete zu diesem Zwecke verschiedene Studien auf Stein, deren mitden Cursiven bezeichnet sind. Ein Blatt dieser Art stellt einen Mönchvor. Ein späteres radirtes Blatt mit Tuschton gibt den ApostelMatthäus mit dem Engel, und ist: /. Z. Paris 11134 gezeichnet. II. 6Z.6L. Iir. iiZ. 3L. Zicgler's Versuche kamen nicht in den Kunsthandel.

720. Th. J. Zumpe, Historienmaler in Dresden, zählt zu den vor-~ g^ zuglichsten Schülern des Professors Julius v. Schnorr,

| f und ist bereits durch eigene Werke bekannt. Auf Stift-

C/ . oCy . Zeichnungen und Aquarellen mit allegorischen und mytho-logischen Compositiouen kommen die Cursiven vor. Diese Zeichnungensind zum Tbcil sehr schön.

721. Johann Ziegler, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Wienrt Ar "•" \T.W, gest. um 1810, binterliess eine grosse Anzahl

cA =>0 Je. von Prospekten, welche in Aberli's Weise radirt und co-lorirt sind. Darunter ist eine Folge von Ansichten von Wien, denVorstädten und der Umgebung, theils mit reicher Staffage. Sie erschienenbei Artaria unter folgendem Titel : Collection de cinquante Vlies dela Ville de Vienne, de ses Fauxbonrgs et de quelqnesuns de ses En-virovs. II. 12Z, Hr. 16Z. Die Cursiven findet man nur auf Abdrückenvor der Schrift. Dasselbe ist auch mit den Prospekten von Ober- undNiederösterreich, Steyermark, Kämthen und Tirol nach Zeichnungenvon I,. Janscha und N. Runk der Fall. Die Sammlung beläuft sichauf 100 Blätter, qu. fol. und 4. Zu seinen Hauptwerken gehören viergrosse Schloss- und Parkansichten nach L. Janscha und M. v. Molitor,

Monogrammisten Bd. IV. 14