194 IW. Nr. 649-6S2.
Links unten backt Adam Holz, und in den vier Ecken sind Windköpfeangebracht. H. 34 Z. 9 L. Br. 24 Z.
Wenn Hans Weigel wirklich 11590 gestorben ist, kann ihm diesesWerk nicht wohl zugeschrieben werden. Neben / W kommen auchnoch die Buchstaben (iL 90 III. No. 118 vor. Die Zahl 99 deutetwohl l!i99 an. Die Buchstaben /. W. könnten sich in diesem Falleauf Jobst Weigel beziehen, anscheiulich den Sohn unsers Meisters.
3) Iwan Wasiliewitscb, Grossfürst von Russland, zu Pferd. Mit/. W., und im anderen Drucke mit H. W., gr. fol.
649. Unbekannter Maler, welcher um 1S80 thiitig war. Diei<7Tp*) Buchstaben / W mit einem aus MLF in aufsteigender LinievL__L^ gebildeten Monogramm findet man auf einem schönen Holz-schnitt, welcher Christus am Kreuze mit Maria und Johannes vorstellt.Im Grunde ist Landschaft, und in der Mitte unten stehen die Initialen/ W. Auf einem Steine beim Kreuze bemerkt man das Monogramm,wohl jenes des Formschneiders. II. H Z. 11 L. Br. 4 Z. 8 L.
650. Unbekannter Maler oder Formschneider, welcher um 1!>30^p.- thiitig war. Man findet einen Holzschnitt, welcher das Wunderi{^y- von den fünf Broden in der Bergpredigt vorstellt. Den Grundiw bildet Landschaft, und in der Ferne zeigt sich die Stadt.Rechts oben stehen die gegebenen Buchstaben, und dann auch dieInitialen G D S, wohl jene des Formschneiders. H. % Z. 6 L. Br. 3 Z.
651. Jakob Wägmann, Glasmaler von Luzcrn, war in der erstenI \\l i 111 Hälfte des 17. Jahrhunderts thiitig. In der Kirche1 W ., l \\), von St. Anna im Bruch zu Luzern sind in denFenstern 29 Schilde mit Darstellungen aus der Leidensgeschichte delHerrn, welche nach den darauf vorkommenden Daten von 1608—1<>24gefertigt wurden. Diese Malereien beschreibt J. Schneller im Geschichte*freund, Mittheilungen des hittoritchen Vereins der fünf Orte Lucernetc. Einsiedeln 1(100, XVI. S. 187 ff. Auf mehreren Schilden, undgerade den besseren, kommen mich der Jahrzahl die Buchstaben / W-und t tll. vor, besonders auf solchen aus den Jahren 1619, 1680 u. ».*•Früher deutete man die Buchstaben / W. auf den Glasmaler Jakoboder Johann Wolf aus Zürich. Im Rechenbuche des Abtes Augustin.Hofmann zu Einsicdel heisst es ad annum 1608: a gut (iL tO ■{< demJakob Wendeli umb ein Wappen und Fenster, und gleich darauf:/ / Kronen vmb Wappen und Fenster gen Rathusen in CreüUgang-Auch in Rathausen waren gemalte Gl&sscnilde mit den Buchstaben / W-,und somit könnte man glauben, dass auch J. Wendeli Bilder mit, / W-signirt habe. Dieser Künstler scheint aber auf die Schilde in derSt. Anna-Kirche weniger Anspruch zu haben , als Jakob WagmanB>Dieser Glasmaler kommt von 1018-1(134 im Taufhuche zu Luzern vor.Auch ein Bruderschaftsrodel von St. Lux L628 nennt einen GlasmalerJakob Wiigmann. Von ihm wird nun cinTheil der erwähnten Passion»"Vorstellungen herrühren. Uebrigons ist noch zu bemerken, dass auchJakob Wannenwetsch 1(U8 für das Kloster Rathhausen Glasschilde gß'malt habe.
652. Unbekannter Töpfer, welcher uml!J7!i in Dclft tbätig war-
Sein Zeichen findet man auf Falftncegefassen nach M}T \/\T der chinesischen in Blau. In englischen und französi-1 V ^ sehen Sammlungen kommen solche Gelasse vor.