188 IVS-IVV. Nr. 620-029.
626. Jean Valdor, auch Waldor, Kupferstecher, geb. zu Luttichj y s . I :>()() oder 1008, lüiiterlioss viele zart gestochene Blätter,/ V S "' K ' darunter wiche mit halben Figuren von Heiligen, auf
' ' welchen die liuchstaben /. V. S. vorkommen. Man mussaber die Kupferstiche des Johann van Sande unterscheiden, welcherseine Blätter eben so gart behandelte, und zu Anfang des 17. Jahr-hunderts in Frankreich lebte. Viele Bliitter von J. Valdor sind in :Les Triumphes de Louis le Juste XIII. du Aom, Roy de Francevi de Navarre — - . I.c taut traduit en Lahn pur le IL P. Nicolai.Outrage entrepris et flny par Jean Valdor Ltegeois, Calcographedu Roy. Paris, A. Eslienne 1649, gr. fol. Dieses seltene Werk be-steht in drei Theilen.
627. Jacobus van Schley oder van der Schley, Zeichner und, ,.c r Kupferstecher, geb. zu Amsterdam 171!>, gest. 1770, war Schülerl7 ''*-'-' von 1!. Picart, und hinterliess viele Blätter in der Weise des-selben. Doch musste er gewöhnlich für Buchhändler arbeiten, undman findet daher fast nur in literarischen Werken Blätter mit denCursiven Zu seinen Hauptwerken gehört das Bildniss des A. B. PrevolAumonier du Prince de Conti. J. v. Schley scnlp. 1746, fol.
628. Jan van den Velde, auch J. van de Velde, J. van VeldeIA/-V' f 7VV um ' "' ^' ^elde, Mrtw nna * Kupferstecher,'yn J 1 j^jJ-t y igt oben unter dem Monogramm JV No. S26
l/\Tf<J Y^JKf bereits eingeführt, und wir verweisen zur°^ *'.Ji^ * J ' näheren Orientirung auf jenen Artikel. J. vanden Velde hinterliess eine grosse Anzahl von landschaftlichen Blättern,welche in ihren enge i Strichlagen und in diu' dadurch erzielten Wirkunghäufig an die Arbeiten des H. Goudt erinnern. Er war ein guterZeichner, und daher sind ihm viele Blätter auch der Komposition nacheigen ; doch stach er auch nach holländischen Meistern seiner Zeit,nämlich der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Auf mehreren Blät-tern kommen die Initialen vor, im Allgemeinen fügte er aber denNamen bei. Man muss indessen zwei Künstler dieses Namens unter-scheiden, wie wir schon unter dem Monogramm bemerkt haben. EineFolge von Ansichten : Amocnissimae aliquot regiunculae — JoanneVeldio juniore defineatae et in lucem edilae a A. J Visschero,anaglyptario, anno I6fi-'j, ist von dein jüngeren .lau van de Velde,und es scheint, dass der ältere, wohl der Vater, damals nicht mehram Leben war. Im Künstler-Lcxicon haben wir viele Blätter ver-zeichnet, es wurde aber früher nur Ein J. v. d. Velde angenommen.
629. Isaak van der Vinne, Zeichner und Kadirer, geb. zu Haarlem,_y.?>:V:!% '^" ! 'i 8 (st ' ''4 () , hinterliess Landschaften und architekto-
^ ' '.* nwche Ansichten in Aquarell, und eine Anzahl von radirten/• ■ ■ ~ Blättern, deren er ebenfalls in Farben ausmalte. Er hinter-liess eine Folge von lii Blättern mit Ansichten aus der Umgegend vonHaarlem mit Staffage von Figuren und Thicrcn, Carossen, dann auchWasserfahrten und anderen Beschäftigungen in Canälcn. Auf dem erstenBlatte steht: Gesigten Iiuyten Haarlem Gedaan Door J. V. V. Jedesder übrigen nummerirten Blätter hat im Hände die holländische Be-nennung der dargestellten Ansicht, die Initialen kommen aber nichtvor. Im Rigal'scheu Cataloge werden die Radirungen einem unbe-kannten ./. V. V. zugeschrieben , wir haben sie aber im Künstler-Lexicon dem Isaak van der Vinne vindicirt, und verweisen auf denangezogenen Artikel. Zu den daselbst No. 17-20 erwähnten Ansichten