Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
167
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IVB. Nr. S49. 167

549. Julius Bonasone, Maler und Kupferstecher, einer der vor-—/"\_ züglichsten Meister aus der Schule des Lorcnzo Sabbatini

T~\ /? r?n UIK ' c ^ os ^ arc Anton, ist schon unter den Initialen I-B>F--L V-/, l]ß eingeführt, und wir geben hier nur die Fortsetzung desfrüherei] Artikels, Bartsch XV. p, 101 ff. beschreibt 3:>4 Blätter vonder Band dieses Meisters, und glaubt, man könne kaum mehr einesmit Recht hinzufügen. Ein früherer Catalog ist jener von Camberland:Some aneedotes Ofthe lifo o/'Julia Bonasone. London 1193. Cumber-l&nd zahlt :t(i(i Blatter auf, Bartsch verwirft aber sein Verzeichniss alsUngenau und verworren. Gio. Antonio Annanno Hess 1820 in Bolognaein Verzeichniss von 338 Blattern drucken. Aus diesem und aus Cumber-land's Werk lässt sich für Bartsch noch eine Ausbeute machen.

Auf Blättern dieses Künstlers findet man den vollen Namen JuliusBonasone und Bonasoni, J. Banaliso, J. Bnnaso, J. Bonason, JulioB.Lß und LB.F., und das gewöhnliche Monogramm ist das obige.Eines der Meisterwerke des Künstlers mit dem Monogramme und dornNamen zugleich ist jenes mit Apollo auf dem Sonnenwagen in Be-gleitung der Zeit und der Hören, B. No 90. Neben dem schlafendenPaare am Steine steht: IULIO BONASONB INVENTORE. und dar-unter das erste Monogramm. II. 8 Z. 9 L. Br. 12 Z. 8 L. In der*■ k. Sammlung zu Wien ist ein erster Druck, in welchem der Himmel"m die Köpfe der Pferde und des Apollo ganz weiss erscheint. Es fehltjjwch das Monogramm. Solche Exemplare kann man nur als Probe-drucke nehmen. In späterer Zeit wurde die Platte retouchirt, sieverlor jeden Schein der früheren Schönheit. Das Monogramm fehlt,a uf den meisten Exemplaren kommt aber die Adresse des J. J. Rossi vor.

Das Monogramm findet man auch auf Blättern der Folge der Lieb-schaften der Götter, B. No. 14t!— IM. Diese Folge hat ein Titelblatt:■Amorosi Diletti Degli Dei, und auf jedem der 20 Blatter sind zweibis vier erklärende italienische Verse. IT. '.> Z. 9—11 L. Br. '.< Z.*i L. bis 4 Z. 2 L. Die Vorstellungen sind etwas anstüssig, manfindet sie aber sehr selten.

Ein anderes bisher unbeschriebenes freie < Blatt stellt ein auf deinBoden sich umarmendes Hirtenpaar vor. Das Weib hält ein Schweinj}ni Stricke, und rechts bemerkt man den Amor. Im Grunde zeigt siebd 'e Stadt. II. 3 Z. 1 h. Br. !> Z. 2 L. Diesel Blatt ist ohne Zeichen,»her von Bonasone. Die Sehweinsscene bildet jedenfalls ein Supple-ment zu Bartsch, wir gehen aber auch noch auf andere Blätter ein,Welche Bartsch nicht beschreibt.

^ Die Anbetung der Hirten, nach Rafael. Beschrieben von Zani,^nc. met. V. 2 p. 82.

Die Vestalin Tutia neben dem Bilde des Mars. Thre Gefährtinneu

harten rechts im Grunde an der Pforte des Tempels. II 4 Z. Br. HIZ.

- Der Kaiser Augustus, welchem die Sibylle das Bild der hl Jung-

•'au zeigt. Nach Parmigianino, und von ITeinecke mit Recht dem

ö °nasono zugeschrieben, obgleich das Blatt anonym ist.

j. Das sogenannte Quos Ego nach Perin del Vaga, welches Bart-rh

,°- 104 beschreibt, kommt ursprünglich von einer grösseren Platte,

's der genannte Schriftsteller bestimmt. Nach Bartsch ist sie 8 /.

■fj- hoch, und IS Z. 7 L. breit. Die äusserst seltenen Abdrücke der

«faseren Tlatte sind 9 Z. 3 L. hoch, und 10 Z. :t L. breit.

j Zu dem von Bartsch No. 8!i beschriebenen Blatte mit dem Einzug

j) s tro Janischen Pferdes nach Primaticcio ist zu bemerken, dass die

^ rstclinng nicht auf zwei Platten gestochen ist. Es wurden beim

Auf zwei B°£ en zusammengesetzt, und jeder zur Hälfte gedruckt.

modernen Abdrücken aus dem Verlage des Carlo Losi zeigt sich