Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
144
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144 ISI —ISL. Nr. 4S9-462.

da einem unbekannten J. S. Hocf beilegte, wie diess auch Frenzel imCatalog Rumohr gethan hat, wo er das Blatt als in Suyderhoef's Ma-nier gearbeitet erklärt. Hierin hat Frenzel vollkommen recht, nurhandelt es sich um einen eigenhändigen Stich unsers Meisters. Esist diess das Bildniss des Schreibmeisters Jean de la Chambre, inBrustbild nach rechts mit Schnurr- und Kinnbart, und die Feder inder emporgehobenen Hand. Im Unterrande steht die dreiseilige Schriftals Titel zu den acht Blättern mit Musterschriften des de la (Jhambrc:Verscheyden geschriften, geschreven ende Mt koper gesneden, \ doorJean de In Chamhre, liej'heber der \ pennen, tot l'laarlem. Anno1630. Rechts: /''. Hals piu.vit, und darunter: J S Hoef sculpsit-H. 9 Z. !» L. Br. ti Z. 4 L.

Dieses Blatt beschreibt Wussin No. 18. Im ersten Drucke er-scheint der Kopf wie lart puuktirt oder geschabt, im zweiten mit demStichel schattirt. Der im frühem Drucke mit zwei Linien gebildeteGrund erhielt dann eine dritte Strichlage.

459. Johann Jakob Soentgens, Maler, wurde den 1. März 1668

1J< beim Maleramte In Cöln als Meister eingeschrieben, und lebteCD . fortan in dieser Stadt. Nach Merlo wusste er Gegenständeaus der hl. Geschichte nicht ohne Würde aufzufassen, und bei Alle-gorien bewährt er die Gabe sinnreicher Erfindung, Auch seine Färb-ung hat Anspruch auf Lob. Im städtischen Museum zu Cöln ist eineDarstellung des jüngsten Gerichts von L69B, Auf einem Gemälde mitder Figur eines ergrauten Kriegsheklcu, welchen die 'rügenden zumHimmel geleiten, fand Merlo das Monogramm mit inu. fe. 16(11. Soent-gens arbeitete noch 1700. Löffler und Thyssens haben nach ihmgestochen.

460. llarold John Stanley, Genretnaler, geb. zu Lincoln 1817,tot ist unter HIS bereits eingeführt, und wir verweisen zur weitere"lul Orientirung auf jenen Artikel. Das gegebene Zeichen, in welchemder Verbindungsstrich des // fehlt, findet man auf einer Zeichnungdes Albums des Königs Ludwig von Bayern, und es kommt (Iah*' 1 'auch in der Radirung desselben Albums vor. Dieses Blatt hat <h eAufschrift: Wenige Jahre aus dem Leben eines Künstlers. In deroberen Abtheilung sitzt der Künstler bei der Geliebten unter deB*Baume in eiuer Landschaft, und unten sitzt er mit Kindern geseg»^im Zimmer, deren Noth die Frau zu seiner Verzweiflung andeutet-In der Mitte über dieser Abtheilung steht: A Few years in an artis^life, dann das Monogramm mit 5 Aug. Munich, gr. fol. Dieses M athat Brennhäuser in München steif radirt.

461. Johanna Sibylla Küsell, die Tochter des Malers und KupfrJ

. Stechers Johann Melchior Küsell, geb. zu Augsburg 16**'.(J.$■ S\ / & 8° 9t - l'T'iT, hinterlies« radirte und gestochene Blatte*^</ und half auch dem Vater an seinen Arbeiten inKnp'|,'Auf Blättern mit biblischen Vorstellungen, dann auf Copien nach &■della Bella, Türken, Afrikaner und Neger zu l'ferd vorstellend, kO"*men die Cursiven vor. Sie schrieb auch den Namen aus: J.ß. Ä^'i'cund als Gattin des Malers und Kupferstechers .1. U, Kraus auch •>■Krausin.

462. Hans Sobald Lautensack, Maler, Radirer und Formschne'deISL von NurnDer g, ist unter demMonogramm HSL IH. No. »'j

eingeführt, und wir beziehen uns zunächst auf jenen Arti 1 *.,1554. Hier handelt es sich um das Bildniss des Künstlers in WP „des von Bartsch No. 1 beschriebenen Blattes. Die halbe Figur ist