Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
114
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114 IR. Nr. 347-349.

hat diese Composition nach Marc Anton gestochen, und seinen Namenbeigefügt: Jo Rabell. Bellovacus Litte l'arisij. Der Holzschnitt istaber wahrscheinlich von Zuan Andrea Vavassore Guadngnino, unddieser Meister, oder ein Nachfolger fügte wohl die französischen Versebei, um dem Formschnitt in Frankreich Absatz zu verschaffen. Eswäre auch möglich, dass Rabcl in Kenntnis« gesetzt war, doch nichtdurch Vavassore, welcher vor lüüO starb.

.1. Rabel ist der erste französische Künstler , welcher sogenannteCrayonstiche lieferte. Seine bessten Blätter sind die Bildnisse, dochauch hierin zeigte er wenig Hebung. Er wusstc aber die Physiog-nomie festzuhalten, und bei aller Unsicherheit hierin seinen Zweckzu erreichen. Als Zeichnet verdient er ebenfalls Lob. In seinerfrüheren Zeit war er Maler, und zu den Bildnissen lagen ihm wohlseine eigenen Crayons vor. Bei der Bearbeitung des Artikels imKünstlcr-Lexicon lag uns der betreffende Band des Feintre-gravcurfrancais noch nicht vor, und er ist daher mangelhaft.

347. Jonathan RiohardBOn, Maler undRadirer, besass eine grosse■ -n tt> Sammlung von Zeichnungen, aufweichen ein Stempel vor-

kommt, den wir oben No. 33!» im Faesimile gegeben haben,Zu jenem Artikel bemerken wir noch, dass auf radirten Blättern diesesKünstlers die Initialen des Namens vorkommen. Sie bestehen in Bild-nissen , Darstellungen nach der Antike etc. Ein Blatt mit J R gibtden Kopf eines Fauns nach Michel Angelo. Auch das Bildniss desDichters John Milton ist / R gezeichnet, 8. Richardson starb in Lon-don 1745.

348. Jean Rahasse, Maler und Radirer, ist oben unter einemaus den Cursiven JR bestehenden Monogramm No. 333eingeführt, und wir verweisen zunächst auf jenen Artikel.

Hier handelt es sich um ein radirtes Blatt mit der hl. Familie. Mariahält das Kind auf den Knieen, und der kleine Johannes auf demLamme reitend bietet dem Jcsusknahen das Kreuz an. Links nebenMaria sitzt Joseph an der Mauer mit einer Säule , welche mit demBaume bis an den oberen Plattenrand reicht. Recht! unten stehtI R. fe., und im Rande: Joannes homo est, Christus Ueus est, humi-lietur homo et exaltelur Deus. 11 8 Z. (1 L. Br 3 Z. 10 L. DerRand 7 L. Brulliot II. No. Ififi'J schreibt dieses Blatt einem franzö-sischen Meister des 17. Jahrhunderts zu.

349. Unbekannter Kupferstecher, welcher der Schule des H-.„ Goltzius angehört. Er copirte das unter dem Namen der heil-ihv Maria mit der Birne bekannte Blatt von A. Dürer, B. 41. Siesitzt mit dem Kinde auf dem Schoosc am Fusse des rechts sich erhe-benden Baumes, und reicht demselben eine Birne Zwischen demgrossen und dem kleinen Baumstämme auf dein hellen Theile desBerges rechts oben stehen die Buchstaben / R, welche aber öfter att!'radirt wurden, um das Blatt für Original auszugeben. Oben steht dieJahrzahl 1511, und unten nach links das Tafeichen mit Dürer's Mo-nogramm. Letzteres hat im Original Doppellinicn, die Copie einfache-H. B Z. !) L. Br. 3 Z. II L.

Dieses Blatt ist sehr sicher gestochen, wir können aber nicht a°Jeronymus Wicrx denken, welcher IRW zeichnete, und auch W hätteweglassen können. Die Platte besass J. C. Visscher. Man findet A»'drücke mit dessen Verlagszeichen unter dem Täfelchen mit Dürer»Monogramm. Heller bemerkt nichts davon. Nur in Abdrücken v °dem Visscher's Zeichen sind die Buchstaben IR ausradirt.

r R. fe.