112 IR. Nr. 341-343.
H. 1 Z. Br. 2 Z. 8 L. Diese Musterblätter scheinen sehr selten zuseyn. Das Facsimile der Initialen erhielten wir von Börner, welchernur ein einziges Blatt mit Verzierungen in Oval sah. Unter IR könnteJean Richart zu verstehen seyn. Von ihm ist ein äusserst seltenesWerkchon: Liuvre artificieux et tres profitable pour paintres, tailleursdes imayes et d' antiques, Orfehures, et plusieurs avtrrs geht in-genieuses. Hantverpen by my Jean Richart 1502. Auf der Rück-seite des Titels sind zwölf Schilde. Dann folgen acht Blätter mitKöpfen von Frauen in verschiedenem Kopfputzc, auf beiden Seiion neun.Vier andere Blätter enthalten auf beiden Seiten Köpfe von Männernin verschiedenem Ausdrucke und Costüm, 8. Diese Köpfe sind imUmriss gestochen und leicht schattirt. Es ist nur eine Vcrmuthung,wenn wir annehmen möchten, dass dieser J. Bichart auch die Muster-blätter mit / R gestochen habe. Er ist unbekannt geblieben.
341. Johann Raeth, Bildniss- und Historienmaler von Antwerpen,1 H 1640 1 * rat zu Madrid als junger Mann in den Jesuitenorden,
' ' > und malte viele Bilder für die Kirchen seines Ordens,
I R lo54. I Ei inelt sich auch längere Zeit in Deutschland auf-von 16Ü2 an in Bamberg. In der Kirche des hl. Gangolph ist einAltarbild der Kreuzigung Christi IR 1054 bezeichnet. In der Gallericdes Staatsrates Kirschbaum zu München war bis I<h;;o ein Bild derMagdalena in der Grotte in Anbetung des Crucifixes, welches ihr zweiEngel zeigen. Dieses schön colorirte Bild hat die Initialen LR. 1040,es kann aber nicht von Raetli gemalt seyn, da dieser Künstler 1620'geboren worden seyn soll. Die Jahrzahl ist indessen nicht ganz deutlich,so dass man 1646 lesen könnte.
342. Johanues van Ravestein, Bildnissmaler, geb. in'Haag ib"7t,
/. Ii. \ ? est " W-W, hatte als Künstler grossen Ruf, und die noch' | in seiner Vaterstadt vorhandenen Werke zeigen ihn des-
1. 11. p. | selben vollkommen würdig. Hier bandelt es sich um dasBildniss des Prinzen Friedrich Heinrich von Oranien-Nassau, Statthaltersder Niederlande, welches Heinrich Houdiusjun. gestochen hat. DieserFürst folgte 1625 in der Statthalterschaft, .und starb 1047. Er ist inhalber Figur dargestellt, mit der Schrift: Fridericus Henricus Vrin'ceps Arausion. Com. Nassau. —, roy. fol. Ein anderes /. R. gezeich-netes Bildniss ist jenes des F. Hcermaus, mit Versen von ]\ Win-semius. Der Stecher zeichnete J.S, nämlich Jan Swelink, nicht Suy-derhoef, 8.
343. Giulio Romano, der berühmte Schüler des Ilafacl Sant'i• t> mit seinem Familiennamen Pippi, fand in neuester Zeit eine 11 ,
"• Biographen: Istoria della Vita e delle opere di Giulio 1'ipP'Romano seritta da Carlo />' Arco. Con Tavole. Mantova a spese dellAulore I0:S0, fol. Mit 63 Kupfertafcln, zum Theil in Conturen, zui»Theil ganz ausgeführt. Hier handelt es sich nur um ein paar Kupfei"Stiche nach diesem den 5. November 1546 in Mantua verstorbenenMeister, welchem wir auch im Künstler-Lexicon einen ausführlich" 0Artikel gewidmtt haben. Das eine dieser Walter stellt ein Gcfängn' 3 ;!mit mehreren gefesselten Verbrechern vor, nach Bartsch XV. p. ^No. 66 von Giorgio Ghisi gestochen. Dieses Blatt ist I R. gezeichnet'H. 10 Z. 2 L. Br. IS Z. S L. Ein anderes Blatt mit IR stellt de»hl. Petrus vor, wie er vom Engel aus dem Gefängnisse befreit v/if* 1 'nach dem Wandgemälde Rafael's im Zimmer des Heliodor, aber m ltder mittlere Theil. Dieses Blatt ist in der Weise des Cäsar R eV J? r ',dinus gestochen. Heinecke deutet die Initialen IR. auf Johannes K e '